1. meine-anzeigenzeitung
  2. Lokales
  3. Dachau

Arbeiten im ganz normalen Umfeld

Erstellt:

Kommentare

null
Von links nach rechts: Valentin Schmitt, Leiter WfbM, Stefan Zankl, AAP´ler, Björn Walla, Inhaber Edeka Markt, André Gräf, AAP´ler und Julia Marose, Integrationsassistentin. © pri

Schönbrunn - Björn Walla hat in seinen Edeka-Märkten zwei ausgelagerte Arbeitsplätze eingerichtet. Dafür verlieh ihm das Franziskuswerk Schönbrunn den Integrationspreis

Valentin Schmitt, der Leiter der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) im Franziskuswerk Schönbrunn überreichte kürzlich Björn Walla, dem Inhaber der Edeka-Märkte Vierkirchen und Röhrmoos, den Integrationspreis-Wanderpokal für die erfolgreiche Beschäftigung von Menschen mit geistiger Behinderung. Björn Walla hat im Dezember 2011 in seiner Vierkirchener Filiale den ersten Ausgelagerten Arbeitsplatz für die WfbM eingerichtet und nach den guten Erfahrungen im April 2012 einen weiteren in der Edeka-Filiale in Röhrmoos. Björn Walla freut sich über die Auszeichnung: „Herzlichen Dank für die Auszeichnung. Ich gebe das Lob gerne an meine beiden Mitarbeiter auf den Ausgelagerten Arbeitsplätzen weiter, denn sie haben sich nach kurzer Zeit voll im Team integriert und die ihnen übertragenen Aufgaben erledigen sie mittlerweile weitgehend selbstständig.“ Momentan arbeiten elf Beschäftigte der WfbM auf sogenannten Ausgelagerten Arbeitsplätzen (AAP) im Landkreis Dachau in Betrieben und Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Vieles hängt dabei vom Engagement des Firmeninhabers ab. Man muss berücksichtigen, dass für Menschen mit Behinderung eine intensive Einarbeitung und ständige Begleitung nötig ist und die Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Jedoch ermöglicht ein Arbeitsplatz außerhalb der WfbM Menschen mit Behinderung, sich in einem ganz normalen Unternehmen zu erproben und berufspraktische Fähigkeiten sowie soziale Kompetenzen zu erwerben. Dabei bleibt der arbeitsrechtlichen Status als Beschäftigter der WfbM erhalten und der Betrieb bezahlt für die tatsächlich erbrachte Leistung. Vom Rechnungsbetrag sind 50 Prozent auf die Ausgleichsabgabe anrechenbar. Interessierte Betriebe werden vom Franziskuswerk Schönbrunn durch geschulte Integrationsassistenten begleitet.

red

Auch interessant

Kommentare