Den Blick fest nach vorn - Neujahrsempfang der Haimhauser CSU mit Finanzminister Fahrenschon

Von

WALTER HUEBER, Haimhausen - Zum schon traditionellen Neujahrsempfang der Haimhauser CSU hatte der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende des CSU Ortsvereins Haimhausen Bernhard Seidenath Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon als Hauptredner gewinnen können. Fahrenschon sieht in 2010 für Bayern die besten Voraussetzungen und damit die größte Chance, die wir jemals hatten. Zu einem gesamtgesellschaftlichen Ereignis erklärte Seidenath den Neujahrsempfang, der aus der Tradition des Empfangs aller Ehrenamtlichen in der Gemeinde gewachsen ist. Deshalb war allein die Begrüßungsliste aller Ehrengäste schon ellenlang. In seiner Rede betonte der Landtagsabgeordnete, Kreis- und Gemeinderat: „Es ist nicht ganz so schlimm gekommen, wie wir befürchten mussten, aber wir sind noch nicht über den Berg.“ Seidenath weiter: „die Katastrophe wäre ohne den umsichtigen Verhandlungen Fahrenschons noch viel schlimmer. Als wichtigste Forderung an die Unternehmer stellte Seidenath in den Raum: „Wir brauchen mehr Ethik in der Marktwirtschaft“ und „Sonn- und Feiertagsschutz müssen als ethische Pflöcke eingepflanzt werden, Werte werden wieder insgesamt immer wichtiger.“ Mit dem Bayerischen Defiliermarsch empfing die Haimhauser Dorfmusik den schon sehnsüchtig erwarteten ranghöchsten Ehrengast des Abend, Finanzminister Georg Fahrenschon. Nach dem Rückblick von Bürgermeister Peter Felbermeier auf das Gemeindegeschehen und dessen Bitte an die bayerische Staatsregierung, die kommunale Familie nicht zu vergessen, hielt der Minister seine umfassende Rede. „Wir werden uns ein Stück mehr um die kümmern müssen, die Probleme haben“, begann der Minister und forderte Zeit für den Andern, denn das mache Bayern aus. Zivilcourage dürfe nicht in Vergessenheit geraten, so der Redner in Gedenken an den zu Tode getretenen Dominik Brunner. „Vor 12 Monaten waren wir völlig ratlos gegenüber der weltweiten Finanzkrise und Rezession“. gab der Minister zu und meinte: „ Der Süden der Republik, also Bayern und Baden Württemberg hat sich erfolgreicher gegen die Krise gestemmt als andere, Darüber beneiden uns viele andere Länder.“ Selbstbewusst erklärte er: „Bayern ist von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft in Europa.“ Er sehe für 2010 für Bayern „die größten Chancen die wir jeweils hatten“, weil Bayern die besten Voraussetzungen habe. Die Staatsregierung habe für 2000 mittelständische Betriebe durch Kurzarbeit und Überbrückungskredite das Fortbestehen gesichert. So könne man die Binnenkonjunktur initialisieren. „Wir müssen beim Aufschwung konsolidieren, darüber müssen wir uns im klaren sein“ und Rückschläge wolle er nicht ausschließen, gab sich Fahrenschon vorsichtig. Die CSU bewege sich in den schwierigsten Jahren, die sie je zu erleiden hatte, so das Kabinettsmitglied. In Bezug auf die HGAA meinte der Minister: „die Loslösung von dieser Bank war zwar kein Ruhmesblatt, aber sie war richtig. Wir müssen uns auch aus der BLB zurückziehen, weil wir Politiker weder die besseren Banker noch die besseren Unternehmer sind.“ Alle zusammenrücken und mehr Engagement im Ehrenamt wird entscheidend helfen das neue Jahr erfolgreich zu bestehen, so der Tenor der Ministerrede. Wegen der fortgeschrittenen Zeit verzichteten die Initiatoren des Empfangs auf die vorgesehenen Ehrungen der Parteimitglieder und man begab sich zum small talk an das Büfett, nicht aber bevor sich der Minister im Goldenen Buch Haimhausens verewigt hatte.

Auch interessant:

Kommentare