1800 in zwei Monaten

Brille spenden, Sehen schenken

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SPD-Mann Max Eckardt (links) half mit, die Kartons und Tüten abholbereit aus dem Keller zu holen. Anita Neuhaus (rechts) ist eine der Initiatorinnen der Brillenaktion. So viele Brillen wie in diesem Jahr, kamen noch nicht zusammen.

Karlsfeld - Die SPD-Frauen konnten 1800 Brillen in zehn Wochen sammeln.

Die Brillenaktion der SPD-Frauen Karlsfeld ist so erfolgreich wie noch nie.

 Erst Anfang August war Johannes Klein von der Aktion „Brillen weltweit“ aus Koblenz nach Karlsfeld gekommen, um etliche Kartons mit Sehhilfen einzuladen. (Die DACHAUER RUNDSCHAU berichtete.) „Aber danach ging der Zauber erst richtig los“, sagt Elfriede Peil. Sie hatte ihre Telefonnummer öffentlich gemacht, um das Abgeben der ungenutzten Brillen zu erleichtern. „In den ersten Tagen riefen bis zu zehn Menschen aus dem ganzen Landkreis an.“ Meistens konnten die Spenderinnen – es waren fast nur Frauen, die sich meldeten – selber nach Karlsfeld kommen. „Aber manche baten auch darum, die Brillen bei ihnen zuhause abzuholen, weil kein Auto da war oder sie krank waren. Das haben Anita Neuhaus und ich dann auch gemacht.“ 

In diesen Fällen kam es zu persönlichen Gesprächen, wie Peil und Neuhaus berichteten: „Über die eigene Krankheit oder den verstorbenen Mann oder die Schwiegermutter, die im Laufe ihres Lebens nie eine Brille weggeworfen haben.“ Immer noch vergeht kaum ein Tag, an dem kein Anruf kommt: oder an dem ein Päckchen vor Peils Haustür liegt. Es lagerten in ihrem Keller inzwischen so viele Tüten und Pakete, dass Peil sich zum zweiten mal in diesem Jahr an Klein wandte. Und er kam noch einmal. Rund 1800 Brillen nahm er diesmal mit nach Koblenz, wo sie aufbereitet und in arme Länder verschickt werden. Inzwischen kommen immer noch Tüten mit Brillen bei Anita Neuhaus und Elfriede Peil an. Die werden weiter im Keller und in der Garage gelagert, bis Klein und sein Transporter im Frühjahr wieder den Weg nach Karlsfeld finden.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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