Bürgerversammlung in Dachau-Ost gibt Diskussionsstoff.

Bürger ärgern sich über verdreckte Parkanlagen und Recyclinghöfe

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Auf der Bürgerversammlung in Dachau-Ost war Hauptthema das Gewerbeaufkommen.

Dachau - Dachau-Ost fühlt sich unfair behandelt

„Irgendwann werden wir Kredite aufnehmen müssen und uns verschulden.“ 

Lange und ausführlich erklärte Oberbürgermeister Florian Hartmann in seiner fast halbstündigen Ansprache bei der Bürgerversammlung in Dachau-Ost, warum Dachau mehr Gewerbesteuereinnahmen braucht. „Die Einnahmen decken schlichtweg nicht die Ausgaben, die aufgrund der Personalkosten sowie des Baus von Schul- und Kindertagesstätten stetig steigen“, schlussfolgerte Hartmann. 

Hauptthema der Versammlung blieb das Gewerbe und dessen weitere Ansiedlung in Dachau Ost. Viele der über 100 Teilnehmer befürchteten mehr Straßenverkehr, Lärm, Feinstaub und Parkplatznot. Hartmann verwies auf laufende Feinstaub-Messungen, deren Ergebnisse noch ausstünden. 

Beruhigen konnte er die Bürger kaum. Sie prophezeiten den Verkehrskollaps und fühlten sich vor allem unfair behandelt. „Warum noch mehr Gewerbe in Dachau-Ost, warum nicht in Dachau-Süd?“ rief ein Bürger dazwischen. Hartmann versicherte, dass auch irgendwann in Dachau-Süd Gewerbe angesiedelt werden muss. 

Ein weiteres heikles Thema, auf der Bürgerversammlung war dieSperrung der Grundschul-Turnhalle aufgrund der PCB-Belastung. Sportlehrerin und TSV-Mitglied Gabi Siegl erklärte: „770 Kinder haben seit eineinhalb Jahren eingeschränkt oder gar keinen Sport.“ Sie fragte nach dem Plan der Stadt, weil es so nicht weitergehen könne. Ihre Befürchtung, dass erst eine Besserung mit dem Hallenneubau 2021 in Sicht ist, musste Hartmann bestätigen. Ein Ausweichen in andere Turnhallen sei aufgrund der hohen Auslastungen kaum möglich. „Planer für die neue Halle sind schon beauftragt“, war der einzige Lichtblick, den Hartmann in Aussicht stellen konnte. 

Kaum Besserung in Sicht scheint es ebenfalls beim Müllproblem zu geben. Gleich Mehrere Versammlungsbesucher monierten den verdreckten Zustand der Wertstoffhöfe und Parkanlagen. Zersplittertes Glas, leere Chipstüten oder Hundekotbeutel sind vielen Bürgernein Dorn im Auge. „Wir stellen zunehmend fest, dass Leute ihren Müll in der Natur abladen“, bestätigte Hartmann. Für die Sauberkeit an den Wertstoffhöfen sei das Landratsamt und die Firma Fink zuständig. Die Stadt wird die Beschwerden weitergeben. 

Letztlich konnte Hartmann jedoch nur an die Bürger selbst appellieren, ihren Müll richtig zu entsorgen und auch andere darauf anzusprechen.


mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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