Bürgerversammlung in Etzenhausen

30 Bürger diskutieren bei der Bürgerversammlung in Etzenhausen mit Oberbürgermeister Florian Hartmann

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Schlaglöcher, zugemüllte Hundeklos und zu steile Berge auf dem Spielplatz bewegten Bürger zu Wortmeldungen.

Dachau/Etzenhausen - Viele Fragen kamen auf zum Thema MD-Gelände.

30 Bürger zog es trotz Champions Legaue Spiel FC Bayern gegen Liverpool ins Etzenhauser Schützenheim. Wortmeldungen zum Thema Bahnübergang am Waldfriedhof dämmte Oberbürgermeister Florian Hartmann schon im Vorfeld ein, als er bereits in seiner Rede verlauten ließ: „Es herrscht wenig Bewegung auf Seiten der Bahn. Sie hat nach wie vor die feste Absicht, den Übergang geschlossen zu lassen.“ Gleichzeitig versicherte er, dass die Stadt die Öffnung durchsetzen möchte, auch wenn dies über den Klageweg passieren müsse. 

Schlaglöcher, zugemüllte Hundeklos, zu steile Berge auf dem Spielplatz und zur Belustigung aller – eine wohl vergessene Straßenlaterne beim Austausch auf LED-Lampen – bewegten Bürger zu Wortmeldungen. Bei allen Themen werde laut OB nachgesehen, ob sich etwas machen ließe. Für andere Probleme, wie dem Wunsch von Roland Fryda eine Monatskarte für Dachauer Busse einzuführen oder die Altstadt zur Einbahnstraße auch für Pkw zu machen, musste Hartmann absagen. „Einen Antrag für eine eigene Fahrkarte haben wir schon sehr oft an die MVV gestellt, bisher immer ohne Erfolg“ und „die Einbahnstraße war bereits Thema, doch die Geschäftsleute waren nicht dafür zu begeistern“, waren seine Antworten. 

Auch der Wunsch eines Etzenhausener Bürgers nach schnellem Internet kann der OB nicht schneller in Erfüllung gehen lassen: „Wenn sie gelesen haben, dass es 2025 bei Ihnen soweit ist mit Glasfaser, dann wird das wohl so richtig sein“, antwortete er auf  Nachfrage. Auch wenn die Stadt jährlich Glasfaser ausbaue, so ist mehr im Moment nicht möglich, da schlichtweg Engpass beim Personal beziehungsweise bei ausführenden Firmen herrsche. Böhm machte sich Sorgen um die Bäume in der Hermann-Straße. Er nannte sie sogar „lebensgefährlich“. Er selbst müsse die Bäume in seinem Garten zweijährlich prüfen lassen und kenne sich deshalb damit aus. Er bat sich für einen Vor-Ort-Termin an. Hartmann erklärte, dass die Stadt bei Baumschäden versichert wären und diese Bäume auch im Baumkataster aufgenommen seien und regelmäßig überprüft würden. Er sagte aber auch nicht nein zum Vor-Ort-Termin. 

Die meiste Zeit verbrachte Hartmann in Etzenhausen damit, Fragen zum nahegelegenen MD-Gelände zu beantworten. Ein Bürger traute dem neuen Eigentümer nicht und Richard Hempe wollte mehr über dieVerkehrserschließung des neuen Wohnkomplexes wissen, da er ein Park- und Verkehrschaos befürchte. Doch Hartmann zeigte sich zuversichtlich: „Der Eigentümer möchte noch heuer beginnen, die Altlasten zu entfernen, und das, bevor er überhaupt Baurecht hat, das heißt er gibt uns einen großen Vertrauensvorschuss.“ 

Beim Verkehr informierte er: „Der aktuelle Plan sieht eine neue Straße entlang der Bahn vor, sowie eine neue Unterführung. Der Berg selbst soll verkehrsberuhigt werden.“ Nur beim Thema Parken gab er zu: „Wir müssen die Bürger langfristig dazu bringen, auf Bus und Fahrrad umzusteigen.“ Denn sein Credo: Mehr Straßen und Parkplätze bedeuten nicht weniger Verkehr sondern mehr.


mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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