Gründung einer Bürgerinitiative

Drei Windräder bekommen Gegenwind

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Einstimmig nahmen die Mitglieder der neu gegründeten Bürgerinitiative Gegenwind mit Sitz in Petershausen die vorgelegte Mustersatzung an.

Weißling/Kollbach/Lauterbach  - Gegen drei Windräder der Firma Südlicht GmbH & Co. KG von Vitus und Hubert Hinterseher aus Fahrenzhausen formiert sich Widerstand in Form der Bürgerinitiative (BI) Gegenwind e.V.

112 Bürger vornehmlich aus Weißling sowie Lauterbach, Landkreis Freising, gründeten in Kollbach die BI. „Die Windräder wären mit einer Höhe von rund 207 Metern nach dem Münchner und dem Nürnberger Fernsehturm die dritthöchsten Bauwerke Bayern“, schimpfte Elfriede Eisenhofer, die bei der Versammlung im voll besetzten Saal des Gasthofs Ostermair zur ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Stellvertreter sind Anton Modlmayr aus Lauterbach, Franz Rahn aus Weißling und Josef Krettek aus Lauterbach. Einstimmig nahmen die Mitglieder den Satzungsentwurf an.

Leistungs- und Werteverlust

Angst haben die BI-Mitglieder vor gesundheitlichen Nachteilen durch Schlagschatten und Infraschall oder Leistungsabfall der Kinder in der Schule. Auch befürchten sie einen Wertverlust ihrer Häuser und Grundstücke von mindestens 30 Prozent bis hin zur Unverkäuflichkeit. Von den drei Windrädern soll eines auf dem Gemeindegebiet von Petershausen im Weißlinger Holz stehen. Die beiden benachbarten Windräder stehen schon auf Grundstücken von Fahrenzhausen im Landkreis Freising.

Zu geringe Abstände

Der geringste Abstand vom Weißlinger Windrad zu diesem Petershausener Ortsteil beträgt 915 Meter, nach Kollbach 1040 Meter. Die Minimaldistanz von einem der drei Windräder nach Piflitz liegt bei 1535 Metern. Das dritte Windrad ist von Lauterbach im Minimum 1200 Meter entfernt. Die BI fordert 3000 Meter. Jedes der drei Windräder soll eine Nennleistung von 3050 Kilowatt erbringen. Die Planungen laufen bereits seit zweieinhalb Jahren. Geht es nach dem Willen der Planer, sollen der Windpark seinen Betrieb bis Ende 2015 aufnehmen. Doch hier fordert die BI alle Bewohner der Umgebung aus beiden Landkreisen zum Widerstand und zur Solidarität auf: „Nein zu diesem Windpark.“

srd

Quelle: Dachauer Rundschau

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