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Spitzentreffen ohne Wahlkampfgetöse

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Gewerbevereinsvorsitzender Herwig Feichtinger (von links) hatte Amtsinhaber Günter Fuchs (CSU), sowie dessen beiden Herausforderer fürs Amt des Bürgermeisters, Marcel Fath (FW) und Bernhard Franke (SPD), eingeladen. © Foto: Sponder

Petershausen - Ohne Wahlkampfgetöse ging das erste Aufeinandertreffen der drei Petershausener Bürgermeister-Kandidaten im Gasthaus Da Pino e Maria (ex-Schmiedwirt) über die Bühne.

Eingeladen auf seine Mitgliederversammlung hatte dazu der Gewerbeverein Petershausen unter Leitung von Herwig Feichtinger. Während Amtsinhaber Günter Fuchs (CSU) mit dem Aufzählen aller Projekte seiner Amtszeit ein leichtes Spiel hatte, mussten seine beiden Herausforderer, Marcel Fath von den Freien Wählern (FW) und Bernhard Franke (SPD), unterschiedliche Positionen herausarbeiten.

Punkte machen mit vergangenen Projekten

Fuchs konnte mit dem betreuten Wohnen am Bahnhof punkten, das er gegen Widerstände durchgesetzt hatte. Seine Gegner wollten reguläre Wohnungen bauen. Ebenso gab ihm die Entwicklung Recht, auf einer vier- statt einer zweigruppigen Kinderkrippe in der Münchner Straße zu bestehen. Alle vier Gruppen sind heute, eineinhalb Jahre nach der Eröffnung, voll. Dagegen kritisierte Fath den Bürgermeister, dass er sich bei der Vermarktung der neuen Gewerbeflächen Eheäcker zu wenig engangiert habe. Deswegen wanderten Unternehmen und deren Mitarbeiter in andere Ort ab. Auch müssten die Petershausener Anwohner besser vor den Pendlern geschützt werden, die die Parkgebühr an den Park-and-Ride-Plätzen beim Bahnhof sparen wollen. Schließlich warf Fath, der auch Vorsitzender der Mittagebetreuung (Miti) ist, Fuchs vor, ihn hier zu wenig unterstützt zu haben. Bei der weiteren Ortskernsanierung müsse zuerst die Parkplatzfrage geklärt sein.

Wichtige Themen: Verkehr und Kinderbetreuung

Mangelnden Biss in Sachen Grundstücksverhandlungen für die Umgehungsstraße kritisierte Bernhard Franke an Fuchs. Der Gemeinderat habe schon vor zwei Jahren für verhandlungsunwillige Grundeigentümer Enteignungen ins Auge gefasst. Aber geschehen sei bis heute noch nichts. Vor dem Bau der neuen Siedlung an der Rosenstraße mit 200 Wohneinheiten, so Franke, müssten erst die Schul- und Kinderbetreuungskapazitäten für den zu erwartenden Ansturm ertüchtigt werden. Auch kritisierte Franke, dass seit der Radwegekonferenz 2009 nichts mehr passiert.

srd

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