Bürgerwindpark

Ansturm auf Bürgerwindräder

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Zwischen Welshofen (oben rechts) und Wiedenzhausen (unten links) sollen drei Windräder aufgestellt werden (rot markiert).

Kleinberghofen - Der erste Bürgerwindpark im Landkreis stößt auf großes Interesse: 180 Erdweger informierten sich im Kleinberghofer Bürgerhaus über dieses Projekt.

Wenn alles nach den Plänen der frisch gegründeten Bürgerwindenergie Erdweg GmbH & Co KG geht, drehen sich 2015 drei Windräder im Buchwald zwischen Welshofen, Sulzemoos und Wiedenzhausen. Und viele Bürger aus der Region können daran mitverdienen. Jürgen Böckler, einer der Initiatoren des Projekts, und der fränkische Windkraft-Unternehmer Harald Wust stellten den Stand der Dinge dar. Die Idee ist schon mehr als zwei Jahre alt, dieses Jahr wurde die Sache jedoch konkret. Im ersten Halbjahr ließen die Erdweger Windmessungen durchführen. Mit befriedigenden Ergebnissen, wie Wust mitteilte. Er kalkuliert mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 5,9 Meter pro Sekunde. Nicht viel, aber ausreichend für Windräder des Typs Nordex N 117, wie Wust dem Auditorium erklärte. Die Sache allerdings wird nicht billig: 14,5 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten. 70 Prozent werden über lokale Banken finanziert. Für die restlichen 30 Prozent sucht die KG Investoren aus der Region: Zuerst aus dem Gemeindegebiet Erdwegs und falls die Mittel nicht reichen, aus dem gesamten Landkreis. Anteile sind ab 5000 Euro zu haben. Die Zeichnungsfrist läuft für die Erdweger bis Ende Februar. Wust spricht von einer jährlichen Rendite von 5,0 bis 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 20 Jahren. Allerdings machte der gelernte Steuerberater auch klar: „Das ist keine Sparbuch-Anlage. So ein Projekt ist mit Risiken behaftet.“ Angefangen vom Wind über die Technik bis zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen. Dennoch: Die Stimmung unter den 180 Anwesenden war überaus positiv. Bei der Diskussion wurde nicht eine Windkraft-kritische Frage gestellt, stattdessen thematisierten die Bürger ausschließlich Sachthemen. „Ich bin überwältigt von der Resonanz“, äußerte sich Böckler hinterher. Kreitmair sieht die Windkraft vor dem Durchbruch im Landkreis: „Das Windrad in Etzenhausen hat dafür gesorgt, dass viele Ängste abgebaut werden konnten.“

(kho)

Quelle: Dachauer Rundschau

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