Vorerst kein käuflicher Erwerb von Bahngrundstücken.

Busbahnhof Dachau hat höchste Priorität

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SPD und Grüne sehen ein Problem im Busbahnhof Dachau und seiner Funktion. Dies soll sich bald druch ein neues Konzept der Stadt ändern.

Dachau - Haupt- und Finanzausschuss diskutierte über den Kauf von Bahnhofsgrund.

Den ganzen Dachauer Bahnhof sowie alle westlich und östlich davon liegende Grundstücke der Bahn sollte die Stadt Dachau kaufen – das schlägt die WIR-Gruppierung vor, da sie befürchtet, dass die Bahn wegen zu hohen Investitionskosten Sanierungen und Umbauten vermeidet oder bis auf weiteres verschiebt. 

Über diesen Antrag diskutierten die Stadträte im letzten Haupt- und Finanzausschuss. Bevor es zur Abstimmung kam, erörterte Oberbürgermeister Florian Hartmann die Situation: Vorstellungen, wie es mit den Grundstücken und dem Bahnhofsgebäude selbst weiter gehen soll, würden komplett auseinander gehen. Deshalb hätte er mit der Bahn verhandelt, dass sie erst einmal konkrete Vorschläge unterbreiten solle, bevor weiter aneinander vorbei geredet werde. 

Dieser Prozess sei in vollem Gange, jedoch schwierig zu bewältigen, da nie Entscheidungsträger nach Dachau kämen, sondern immer nur Stellvertreter. Zum Thema des käuflichen Erwerbs von Bahngrundstücken, berichtete Hartmann weiter, dass dies laut Bahn möglich wäre, dass die Stadt aber genauso dem Bieterverfahren beiwohnen müsse, wie alle anderen Interessierten. Der, der am meisten bietet, bekommt das Grundstück. 

Dass das Verhältnis zur Deutschen Bahn nicht einfach ist, bestätigten auch andere Stadträte wie Volker Koch (SPD). Hartmann schlug letztendlich vor, die Vorgehensweise in Bezug auf die Bahngrundstücke zu ändern: „Es macht keinen Sinn, wenn wir die Flächen entwickeln, was Geld kostet, um sie dann für einen höheren Preis zu kaufen.“ Er würde deshalb, bei bestehendem Kaufwunsch, dazu plädieren, keine weiteren Kosten mehr in die Grundstücke zu stecken und gleich zu einem dementsprechend günstigerem Preis zu kaufen. 

Koch kommentierte den Antrag der WIR folgendermaßen: „Für die SPD-Fraktion kommt dieser Antrag fünf bis sechs Jahre zu spät. Jetzt hat für uns der Busbahnhof eine viel höhere Priorität. Da funktioniert bald gar nichts mehr.“ Diesem Problem stimmten einige Stadträte, darunter auch Thomas Kreß (Grünen), zu. Der Antrag der WIR-Gruppierung wurde abgelehnt. 

Jetzt gilt es, ein Konzept für das Funktionieren des Busbahnhofs aufzustellen und durchzusetzen.

ste

Quelle: Dachauer Rundschau

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