76 Jahre freies Ausschwitz

Online-Gottesdienst zur 76-jährigen Befreiung von Ausschwitz
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Nicht vor Ort, aber dennoch anteilnehmend: Eine kleine Delegation des Kreistags nahm am virtuellen Gottesdienst für die hingerichteten Kinder in Auschwitz teil. Da sie wegen Corona nicht nach Polen fahren konnten, ließen sie einen Kranz von ihren polnischen Kollegen ablegen.

Dachauer Delegation nahm an virtuellem Gedenkgottesdienst teil

Zum ersten Mal seit der Unterzeichnung der Partnerschaft zwischen den Landkreisen Dachau und Auschwitz im Jahr 2015 ist heuer keine Delegation des Kreistags nach Polen gefahren, um an den Gedenkveranstaltungen zum 76. Jahrestages der Befreiung der Stadt Oswiecim und des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau teilzunehmen. Partnerschaftsbeauftragte Marese Hoffmann bedauerte dies: „Ich vermisse die Möglichkeit, gemeinsam mit unseren polnischen Freunden den Jahrestag zu begehen. Landrat Stefan Löwl wollte trotzdem Anteil nehmen: „Unsere Partner vom Landratsamt Oswiecim haben in unserem Namen einen Kranz am zentralen Platz der Stadt niedergelegt.“ Zusätzlich nahmen Hoffmann und Löwl an einer virtuellen Zeremonie aus der Gedenkstätte Auschwitz teil (Foto). Diese war dem Schicksal der Kinder in den Konzentrations- und Vernichtungslagern gewidmet. Nach Schätzungen wurden mindestens 232.000 Kinder und Jugendliche nach Auschwitz deportiert, die meisten von ihnen waren Juden. Mehr als 200.000 von ihnen wurden dort ermordet. „Diese Kinder waren vollkommen unschuldig“, sagte Piotr Cywinski, Direktor der Gedenkstätte Auschwitz. „Das Schicksal dieser Kinder hat mich fassungslos gemacht“, sagte Hoffmann. Löwl betonte: „Heute erinnern wir uns gemeinsam, aber nicht nur mit dem Blick zurück, sondern auch mit einem klaren Bekenntnis und Auftrag für heute und morgen: Nie wieder.“

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