„Fairtrade“ in Dachau

Dachau auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt 

Fairtrade -Laden in der Dachauer Altstadt
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„Fairtrade“ bedeute nicht nur im Weltladen in der Dachauer Altstadt einzukaufen, sondern in Supermärkten, Discountern, Drogerien und am Wochenmarkt nach Produkten mit dem Fairtrade-Siegel Ausschau zu halten.

Nur zwei von hundert Tassen Kaffee in Deutschland stammten aus fairem Handel, bedauerte Brigitte Hinterscheid, Mitinitiatorin der Fair-Trade-Town-Bestrebung. Zum Schwerpunktthema „Dachau wird Fair-Trade-Stadt“ informierte sie, als tragende Säule des FAIR Weltladens in Dachau, ein Gremium im jüngsten „Abendgespräch der Dachauer SPD “.

Diese Veranstaltungsreihe dient dem persönlichen und politischen Austausch unter Mitgliedern und Freunden.

Die Große Kreisstadt bemüht sich derzeit um das FAIR Town Gütesiegel. Diese Initiative hatte ein Ratsbeschluss bereits im Oktober 2019 beschlossen. Fair-Trade-Town zu werden, heißt sich aktiv für gerechten Welthandel mit fairer Preis-, Lohn- und Sozialpolitik sowie hoher Warenqualität einzusetzen. „Trotz Corona kamen wir mit unserer Arbeit voran und werden uns im Herbst um das Fair Town-Siegel bewerben“, blickte Hinterscheid in die Zukunft.

Aktuell befände sich Dachau im sogenannten Anwärterstatus und es gelte noch weitere Kriterien zu erfüllen, die als Voraussetzung verlangt würden, erklärte Hinterscheid weiter. Auf Bitte von Sören Schneider (SPD) wiederholte Hinterscheid die entscheidenden Kriterien: Eine Steuerungsgruppe – in Dachau besteht sie bereits aus elf Personen – hätte den Prozess bis zur Abgabe der Bewerbung überwachen. Weiterhin müsse Bildungsarbeit in Form von entsprechenden Lehrangeboten und Exkursionen für Schulen und Kitas nachgewiesen werden.

Gemessen an der Einwohnerzahl Dachaus habe die Fair Town-Jury außerdem errechnet wie viele Betriebe, Gaststätten, Vereine und auch Presseberichte nötig seien, um das Siegel erhalten zu dürfen.

Vor allem bei der Mitarbeit der Bevölkerung gäbe es noch viel zu tun: „Das Bewusstsein, dass es einfach ist, faire Produkte einzukaufen und anzubieten, fehlt noch“, bedauerte Hinterscheid. Auf die Frage einer Teilnehmerin, was ein Kaffeehaus tun könnte, um die Initiative zu unterstützen, erklärte sie: „Wenn Sie nur die Zuckersticks zum Kaffee aus fairem Handel anbieten, oder noch besser den Kaffee selbst, ist ein großer Schritt getan.“ Hinterscheid betonte, dass fair trade eben nicht nur bedeute, im Weltladen in der Dachauer Altstadt einzukaufen, sondern in Supermärkten, Discountern, Drogerien und am Wochenmarkt nach Produkten mit dem Fairtrade-Siegel Ausschau zu halten. Dies gelte auch für Kommunen, beim Bewirten von Gästen oder bei Geschenken.

In ihrer Funktion als Leiterin des Weltladens rief sie Bürger auf, sich als ehrenamtliche Mitarbeiter zu bewerben. Aktuell bestehe die Kerngruppe im Laden aus fünf Frauen. Wer Lust und Zeit habe, solle sich unter Telefon 08131/ 6693700 oder per E-mail: weltladen-dachau@fairbayern.de melden.

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