Kämpferin im Sozialen und Menschlichen

Thea Zimmer aus Dachau erhielt Bezirksmedaille

Thea Zimmer und Josef Mederer lachen.
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Mit der Verleihung der Bezirksmedaille an Thea Zimmer sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer (rechts): „Vielen herzlichen Dank“ für Dein Engagement, liebe Thea.

Thea Zimmer aus Dachau erhielt aus den Händen von Bezirkstagspräsident Josef Mederer (rechts) die Bezirksmedaille. Diese verleht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben.

Thea Zimmer ist wegen ihres politischen und sozialen Engagements weit über unseren Landkreis hinaus bekannt. Wer ist diese Frau, über die gesagt wird, ohne sie wäre Dachau „ärmer, kälter und weniger sozial“? Thea Zimmer ist ein Mensch, der mitreißt und begeistert. Denn sie sprüht vor Energie und Lebensfreude.Mit ihrem Ehemann Lothar kam die mittlerweile 85-Jährige nach Dachau, wo sie sich seit 1970 in vielen verschiedenen Bereichen ins soziale Leben eingebracht und Pionierarbeit geleistet hat. Seit mehr als einem halben Jahrhundert ist sie für viele Menschen Ansprechpartnerin und Fürsprecherin, sie hat ein offenes Ohr für Anliegen. In der Laudatio sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer: „Stets ist sie eine unermüdliche Kämpferin im Sozialen und Menschlichen. Zimmers ehrenamtliches Engagement lässt sich so zusammenfassen: Sie versteht es, sozial Schwachen eine Stimme zu geben und unermüdlich für deren Rechte zu kämpfen.“

Engagiert hat sich Thea Zimmer in allen Bereichen des sozialen Lebens in Dachau: Die Spanne ihrer teilweise jahrzehntelangen Arbeit erstreckte sich von der Mitarbeit in verschiedenen Elternbeiräten in Grundschule und Gymnasium, der Gründung und Leitung einer Nachhilfeorganisation für sozial Schwächere und Kinder mit Migrationshintergrund bis zum Vorsitz des AWO Ortsvereins Dachau. Diesen hatte sie nahezu ein Vierteljahrhundert lang inne.

Weiter sagte der Bezirkstagspräsident: „Zimmer war stets zuverlässig und vorbildlich – dies stellte sie auch als Jugendschöffin und Schöffin am Amtsgericht unter Beweis.“ Besonders betonte Mederer ihre Leistungen beim Aufbau und der Leitung der Sozialstation der AWO Dachau oder der Gründung und Leitung der Trägergemeinschaft Familienhilfe Dachau. 13 Jahre lang engagierte sie sich als Vorsitzende des Seniorenbeirats, den sie selbst mitbegründet hat, war Patientenfürsprecherin im Krankenhaus Dachau und Beiratsmitglied des Helios-Amper-Klinikums.

Politisch bewegte sie viel als Mitglied im Vorstand der ARGE ALP Senioren – „eine Aufgabe, die sie über mehr als drei Jahrzehnte lang mit Leben erfüllte“. Außerdem engegierte sie sich von 1990 bis 2002 als Kreis- und Stadträtin.

Thea Zimmer hat sozialpolitisch viel bewegt. Dazu Mederer: „Sie war stets für ihre Mitmenschen da. Thea Zimmer ist ein Vorbild. Diese herausragende Stellung wurde bereits mit verschiedenen Ehrungen bedacht.“ Diese reichten von der Bürgerehrung der Großen Kreisstadt Dachau über die Ehrenmedaille der Arbeiterwohlfahrt bis hin zum Bundesverdienstkreuz am Bande.

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