Der Dachauer Bahnhof braucht weitere vier provisorische Bushaltestellenx

Frühlingsstraße in Dachau platzt aus allen Nähten

Karte von der Umgebung des Dachauer Bahnhofes
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Im Umwelt- und Verkehrsausschuss sollten die Dachauer Stadträte beschließen, wo vier neue Bushaltestellen für die Expressbusse gebaut werden sollen und in welchem Umfang.

In Dachau werden ab Dezember 2021 zwei neue Expressbuslinien fahren. Der X201 bis zum Garchinger Forschungszentrum, der X800 nach Buchenau. 

Die beiden jeweils im 20-Minuten-Takt startenden Busse benötigen jedoch vier neue Haltestellen in der Nähe des Dachauer Bahnhofs.

Im vergangenen Umwelt- und Verkehrsausschuss sollten die Dachauer Stadträte beschließen, welche der sechs Möglichkeiten der neue Stopp für die Expressbusse werden soll (Varianten Eins bis Sechs aus dem Foto). Aufgrund der bereits angespannten Haltestellensituation in der Frühlingsstraße, schlug die Verwaltung des Rathauses vor, Standort Nummer Fünf zu wählen. Hier wurden 2019 schon zwei provisorische Haltestellen für den Zehn-Minuten-Takt der Buslinie 172 angelegt. Daher wäre dies auch die kostengünstigste Option. Doch noch bevor eine Diskussion entstehen konnte, mahnte Oberbürgermeister Florian Hartmann seine Kollegen: „Wir wissen alle, wegen Corona und den damit verbundenen Gewerbesteuereinbrüchen ist der Dachauer Haushalt im Moment schlecht aufgestellt. Deswegen können wir nur noch Pflichtaufgaben mit hinein nehmen.“ Diese beschränkten sich auf Maßnahmen, die der Sicherheit im Straßenverkehr dienen. „Wir müssen sparen und vieles auf Eis legen“, erklärte Hartmann.

Trotz dieser Worte wollten die CSU-Männer Peter Strauch und August Haas nichts von Standort Fünf wissen, sondern plädierten für Bushaltestellen bei Nummer Sechs, dem derzeit ungenutzten Grundstück der Deutschen Bahn. „Die Busse könnten dort unbesetzt warten und nehmen nicht noch mehr Platz von der viel zu engen Frühlingsstraße weg. Das ist ein Punkt der Verkehrssicherheit“, plädierte Strauch. Stadtkämmerer Thomas Ernst sah das problematischer: „Das dürfte ein teurer Spaß werden. Noch dazu müssten wir einen verbindenden Vertrag mit der Bahn abschließen.“ OB Hartmann hatte ebenfalls seine Zweifel: „Spätestens wenn der neue Busbahnhof gebaut wird, ist dieser Plan wieder hinfällig.“ Den sehe er, im Gegensatz zu Stadtrat Haas, bereits in ein paar Jahren verwirklicht.

Letztendlich entschieden sich die Stadträte mit acht zu sieben Stimmen, für die vorgeschlagene Variante Nummer Fünf. Die provisorischen Bushaltestellen in der Frühlingsstraße bleiben bestehen, mit der Option, sie eines Tages, bei besserer finanzieller Lage, auszubauen.

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