Auch im Krankenhaus gemeinsam

Eheleute erhalten zeitgleich neue Gelenke im Amper-Klinikum Dachau

Das operierte Ehepaar sitzt auf einem Krankenhausbett, der Chefarzt steht dahinter.
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Elke und Oswald Reif mit dem Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie, Professor Dr. Michael Scherer.

Nach einem Jahr mit starken Knieproblemen entscheidet sich der 77-jährige Oswald Reif für eine Operation durch Chefarzt Professor Dr. Michael Scherer. Doch auch seine Ehefrau leidet unter Hüftbeschwerden.

Die Lösung: Am selben Tag ein neues Knie für ihn, eine neue Hüfte für sie und ein gemeinsamer Aufenthalt im Helios Amper-Klinikum Dachau. Nach nur einer Woche können beide entlassen werden.

Treppensteigen, Sitzen, Gehen – alltägliche Dinge waren für die 75-jährige Elke Reif plötzlich mit starken Schmerzen im Hüftbereich verbunden. Ihr Ehemann, Oswald Reif, litt bereits seit einem Jahr unter Knieproblemen. „Da sich die Schmerzen bei uns beiden nicht besserten, entschieden wir uns für künstliche Gelenke“, sagt das Dachauer Ehepaar. „Eine Bekannte hat uns Professor Scherer empfohlen.“ Eigentlich waren die Eingriffe für verschiedene Wochen geplant – nach 55 Jahren gemeinsamen Ehelebens eine echte Herausforderung. Der Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie, Professor Dr. Michael Scherer, fand schnell eine praktikable Lösung: ein gemeinsamer Aufenthalt im Familienzimmer und zwei OPs direkt hintereinander – um 9 und um 11 Uhr. „So schnell werde ich diese Patienten nicht vergessen“, so Scherer. „Es handelte sich zwar um Routine-Eingriffe, aber zwei aufeinanderfolgende OPs eines Ehepaars sind auch für mich etwas ganz Besonderes.“

„Nach der Operation bin ich schmerzfrei aufgewacht“, sagt der 77-jährige Oswald Reif. Auch seine Frau war positiv überrascht, dass beide bereits am nächsten Tag das Bett verlassen konnten. Durch verschiedene Aktivitäten wie Treppensteigen oder Gleichgewichtsübungen trainierte das Ehepaar während seines Klinikaufenthalts, wie sie Knie und Hüfte sicher bewegen, ohne die Prothese zu überlasten. „Professor Scherer besuchte uns täglich – sei es um sich nach unserem Wohlergehen zu erkundigen oder Verbände zu wechseln“, so Elke Reif. Auch der Chefarzt ist mit dem Eingriff zufrieden: „Beide Patienten litten zuvor unter teils starken Schmerzen. Die künstlichen Gelenke schaffen eine ganz neue Lebensqualität.“Nach nur einer Woche wurden beide Patienten aus dem Amper-Klinikum entlassen. Jetzt steht dem Ehepaar eine dreiwöchige Reha bevor. „Diese verbringen wir natürlich auch im Doppelzimmer“, fügt die 75-Jährige schmunzelnd hinzu.

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