Dachau entschärft Wohnraummangel

Kaufrecht nach Punkten

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Die neuen Wohnungen werden nicht nur Sozialwohnungen, sondern auch Teil des neuen Einheimischenmodells.

Dachau - Neues Einheimischenmodell regelt Wohnraumverteilung in Dachau.

Extrem hohe Grundstückspreise, immer weiter steigende Baupreise – das ist mittlerweile Normalität in und um München. Um diese Situation zu entschärfen, hat sich der Familien- und Sozialausschuss des Stadtrats Dachau entschieden, dass auf einem städtischen Baugrundstück am Otto-Kohlhofer-Weg nicht nur Sozialwohnungen gebaut werden, sondern auch Wohnungen, die im Einheimischenmodell verkauft werden. Das heißt, dass nicht derjenige, zum Zug kommt, der am meisten Geld bietet, sondern Dachauer Bürger, die nach einem Punktesystem zufolge kaufberechtigt sind. In der nächsten Ausgabe des Bürgermagazins „Stadt im Gespräch“, das am 14. März erscheint, wird die Stadt einen Umfragebogen veröffentlichen, um einen Überblick über die Nachfrage zu erhalten. Voraussichtlich im Frühjahr 2020 beginnt die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Stadtbau GmbH mit dem Bau eines Wohnungsprojekts am Otto-Kohlhofer-Weg in Dachau-Ost. Dort entstehen rund 80 Wohnungen in vier Wohngebäuden. 

Die Hälfte davon soll laut Beschluss des Familien- und Sozialausschusses im Einheimischenmodell verkauft werden. Dabei werden die Kaufberechtigten nach einem Punktesystem ausgewählt, das die Höhe des Einkommens und soziale sowie gesundheitliche Aspekte berücksichtigt. Außerdem spielt eine Rolle, wie lange die Antragsteller bereits in Dachau leben oder arbeiten. Die Kriterien für die Puntkevergabe: Bei Paaren oder Familien darf das Jahreseinkommen 90.000 Euro zuzüglich der Kinderfreibeträge von 7.000 Euro nicht überschreiten. Es zählt das durchschnittliche Einkommen der letzten drei Jahre. Bei Alleinstehenden liegt die Grenze bei 45.000 Euro zuzüglich Kinderfreibetrag. Antragsteller dürfen kein Wohneigentum, zu Wohnzwecken geeignetes Erbbaurecht oder zu Wohnzwecken geeignetes Grundeigentum haben. Das Vermögen eines Bewerbers darf 175.000 Euro nicht übersteigen. Die Stadt Dachau bittet alle Interessenten darum, den Fragebogen bis zum 31. März vollständig ausgefüllt an die Stadt Dachau zu senden oder per E-Mail als Scan oder Foto an dachauer-modell@dachau.de. In der Online-Ausgabe des Bürgermagazins auf www.dachau.de ist der Fragebogen auf Seite 15 zu finden. Die Daten werden dann anonymisiert an die Stadtbau GmbH weitergegeben. Wenn die Anforderungen des Dachauer Modells erfüllt werden, werden die Interessenten im weiteren Verlauf des Projekts von der Stadt angeschrieben.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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