Generation Ü65 wächst im Kreis Dachau bis 2035 um 52 Prozent.

Gibt es bald zu wenig Seniorenwohnungen in Dachau?

Senior sitzt auf einer Couch und hält seinen Gehstock fest.
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Die Generation Ü65 wächst im Kreis Dachau bis 2035 um 52 Prozent. Das könnte zu Wohnungs-Engpässen führen.

Im Landkreis Dachau könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 42.400 anwachsen – das sind 52 Prozent mehr als noch im Jahr 2017.

Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 25 Prozent (2017: 18 Prozent). Darauf wies die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin. Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Demografie-Prognose des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft – und fordert mehr Anstrengungen bei der Schaffung seniorengerechter Wohnungen: „Lift statt Treppe, breitere Türen für Rollator und Rollstuhl, barrierefreie Duschen – nur ein kleiner Teil der Wohnungen im Landkreis ist für die rasant wachsende Generation Ü65 geeignet. Das muss sich ändern“, sagt Michael Müller, Bezirksvorsitzende der IG BAU Oberbayern. Er spricht von einer „demografischen Notwendigkeit“. Es müssten nicht nur zusätzliche Seniorenwohnungen neu gebaut werden. Auch bei Sanierungen bestehender Wohnungen sei der Nachholbedarf groß. Dieses Problem werde bereits jetzt durch die Corona-Pandemie verschärft. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) biete mit ihrem Programm „Altersgerecht Umbauen“ zwar Zuschüsse und Kredite. Das Fördervolumen von 150 Millionen Euro in diesem Jahr reiche aber nicht aus, kritisiert die IG BAU. Der Bund müsse die Förderung mindestens verdoppeln, um das Senioren-Wohnen voranzubringen. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus: Laut Haushaltsplan stehen dafür im nächsten Jahr nur noch 130 Millionen Euro zur Verfügung. „Am Ende stehe die Lebensqualität Tausender Menschen im Kreis Dachau auf dem Spiel“, macht Müller deutlich.

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