Maskenpflicht an der frischen Luft

In Stadt und Landkreis Dachau gelten ab sofort verschärfte Corona-Regelungen

Karte der Dachauer Altstadt mit eingezeichneten Bereichen, in denen Maskenpflicht herrscht.
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Seit dem Wochenende gilt an einigen öffentlichen Plätzen in Dachau Maskenpflicht.

Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert in Stadt und Landkreis Dachau bringt die Corona-Ampel seit vergangenem Mittwoch zum dunkelroten Leuchten. Am Dienstag, 3. November, liegt der Wert bei 150,42. Das meldete das Landratsamt Dachau.

Mit 172 Neuinfektionen übers Wochenende gab das Gesundheitsamt Dachau den bisher höchsten Anstieg seit der Pandemie im Landkreis bekannt. Die Gesamtzahl der Indexfälle steigt somit auf 1.814. 1.513 Personen davon gelten als genesen, 261 sind infiziert. 930 Dachauer befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne.

Eine besondere Einzelursache (Hotspot) ist laut Aussagen des Landratsamtes nicht gegeben, es heißt: „Vielmehr wurden die Tests sowohl im Testzentrum in Markt Indersdorf, wie auch bei diversen niedergelassenen Ärzten vorgenommen und auch in unterschiedlichen Laboren ausgewertet. Mitarbeiter im Gesundheitsamt sind fieberhaft dabei, die infizierten Personen zu kontaktieren und mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln.“ Drei Schulen sowie drei Alten- und Pflegeeinrichtungen wären von Neuinfektionen betroffen.

Seit Montag, 2. November, bis vorerst Ende November gelten landesweit außerdem die verschärften Regelungen des „Lockdown light“. Die wichtigsten Regelungen im Überblick:

- Kontakte im öffentlichen oder privaten Raum sind begrenzt auf zwei Hausstände mit maximal zehn Personen.

- Auf nicht notwendige Reisen und Besuche – auch von Verwandten – ist zu verzichten. Das gilt im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. - Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Prostitutionsstätten, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios, Wellnesseinrichtungen, Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen sind geschlossen. Sowie Messen, Kongresse und Tagungen.

- Der Freizeit- und Amateursportbetrieb mit Ausnahme des Individualsports allein, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand ist eingestellt.

- Veranstaltungen aller Art werden untersagt, ausgenommen sind Gottesdienste sowie Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz.

- Gastronomiebetriebe sowie Bars, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sowie Clubs und Diskotheken bleiben vorerst geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen.

- Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe müssen schließen. Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo-, Logotherapie oder Podologie bleiben weiter möglich. Friseursalons bleiben unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet.

- Der Groß- und Einzelhandel bleibt geöffnet. Es darf sich in den Geschäften aber weiterhin nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten.

- Schulen und Kindergärten bleiben offen.

- Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie vergleichbare Beratungseinrichtungen bleiben geöffnet.

Darüber hinaus gilt seit dem vergangenen Wochenende eine Maskenpflicht an folgenden, öffentlichen Orten und bestimmten Straßen in Stadt und Landkreis: Im Bereich der Münchner Straße in Dachau: Am Unteren Markt, Sparkassenplatz, Bahnhofstraße, Bahnhofsplatz sowie im Bereich Altstadt: Dachauer Schlossberg, Kurfürst- Max-Emanuel-Platz in Dachau. Im Areal am Bahnhof in Markt Indersdorf und in der Gemeinde Karlsfeld: Areal Karlsfeld Mitte sowie am Bahnhof.

Neben den Regelungen teilte das Landratsamt außerdem mit, dass die Labore einen Teil der Rückstände aufarbeiten konnten. Aktuell wären noch Tests ab dem 29. Oktober in der Analyse. Das Amt geht davon aus, dass spätestens ab Mittwoch, 3. November, die gewohnte Frist von maximal 48 Stunden wieder erreicht wird.

Weiterhin gäbe es Probleme mit der App. Dies würde aktuelle geklärt werden. Zahlreiche Personen hatten sich am Wochenende gemeldet, da die über den erhaltenen QR-Code gesteuerte WarnApp keine Ergebnisse angezeigt hatte.

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