Mobile Einsatzteams des Krisendienstes sind ab 1. Mai rund um die Uhr – in Rufbereitschaft

Anruf genügt - Soforthilfe für die Seele in Dachau

Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Mitwirkende am Krisendienst-Netzwerk berichteten über die Weiterentwicklung der Krisenhilfe im Landkreis Dachau.
+
Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Mitwirkende am Krisendienst-Netzwerk berichteten über die Weiterentwicklung der Krisenhilfe im Landkreis Dachau.

Der Krisendienst Psychiatrie Oberbayern kann ab ersten Mai seine Arbeit rund um die Uhr anbieten.
„Zur einheitlichen Telefonnummer und der Leitstelle für ganz Bayern weiten wir die 24/7-Bereitschaft für noch mehr Menschen in Oberbayern aus.“, erklärte Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei einer Pressekonferenz in Dachau.

In sechs zusätzlichen Landkreisen, Dachau, Freising, FFB, Starnberg, Ebersberg und Erding, wird das Fachpersonal des mobilen aufsuchenden Dienstes tätig werden können. Wie Gastgeber Oberbürgermeister Florian Hartmann freute sich Mederer über die erweiterten Zeiten für Einsatzteams.“ Besonders in der Pandemie sollten die Bürger die neuen Angebote kennen, um sie nutzen zu können, betonte Hartmann. Fern früherer Stigmata gelte laut Dr.Petra Brandmaier, der Ärztlichen Leiterin der Leitstelle des Krisendienstes heute: „Was eine Krise ist, bestimmt die Person, die uns anruft.“ Gebietskooordinator Sebastian Lämmermann unterstrich, dass durch die Rund-um-Erreichbarkeit noch näher an den akuten Bedürfnissen der Menschen in der Krise gewirkt werden kann. „Wir arbeiten mit Herzblut und sind sehr motiviert“, beschrieb Alexandra Gorges, die Organisatorin der aufsuchenden Krisenhilfe in der Nacht, die Haltung des eingesetzten Personals aus Psychologen, Sozialpädogen und psychiatrisch geschultem Pflegepersonal.

Jenny Brunken, die Teamleiterin für die mobilen Tagdienste beim Sozialpsychiatrischen Dienst Dachau schätzt vor allem, dass sehr individuelle Lösungen für das möglich gemacht werden, was die jeweiligen Menschen gerade brauchen.“ Sie betonte die wertvolle Zusammenarbeit mit der Polizei, die gemäß geltender Kooperationsvereinbarungen, den fachlichen Austausch vermehrt suche. In 40 Prozent aller Fälle, die in der Leitstelle eingehen, könnten die Hilfesuchenden mit einem Telefonat stabilisiert werden. Sollten Therapeuten gebraucht werden, seien diese innerhalb von ein bis zwei Tagen vor Ort. Der aufsuchende mobile Krisendienst gewährleiste Betroffenen den Erhalt ihrer Entscheidungsfreiheit bezüglich einer Unterbringung in der Psychiatrie, betonte Lämermann. Mederer ergänzte, dass dadurch ein Rückgang von Klinikaufenthalten möglich sei. Er bedauert, dass diese präventive Arbeit ausschließlich vom Freistaat und den Kommunen finanziert wird. Als Impulsgeber für die flächendeckende Versorgung von Menschen in belastenden Situationen wünsche er sich mehr Einsicht der Krankenkasse, Kosten zu übernehmen.

Auch interessant:

Meistgelesen

Bestürzung über den Tod von Herbert Reischl
Bestürzung über den Tod von Herbert Reischl
Ordensjubiläum bei den Franziskanerinnen von Schönbrunn
Ordensjubiläum bei den Franziskanerinnen von Schönbrunn
Ärzte zeigen Gesicht für „Wir sind das Helios Amper-Klinikum Dachau“ 
Ärzte zeigen Gesicht für „Wir sind das Helios Amper-Klinikum Dachau“ 

Kommentare