Bauausschuss

Schnelle Verbindung bleibt wohl Privileg der Anlieger

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Trotz Verbot fahren Autos durch die private Langwieder Straße. Der Schwerlastverkehr hat auf dem Schleichweg  von Dachau Süd zur B471 bereits schwere Schäden verursacht und die Anlieger bleiben auf ihren Schäden sitzen.

Dachau -  Der Streit um private Anliegerstraße in äußerer Langwieder Straße in Dachau-Süd geht weiter.

Am Ende der jüngsten Sitzung des Dachauer Bauausschusses brachte SPD-Stadtrat Günter Heinritz das kürzlich vom Ordnungsamt für den Durchgangsverkehr gesperrte Teilstück der Langwieder Straße zwischen Moos- und Emmeringer Straße in Dachau-Süd zur Sprache. Denn das sei nur eine private Anliegerstraße. Das bestätigte Ordnungsamtsleiter Stefan Januschkowetz. Gespräche mit den 22 Anliegern als Besitzer der Straße, seien gescheitert. Außerdem habe die Stadt die Straße aus Steuermitteln wieder hergerichtet. Daraufhin legte sich Volker C. Koch (SPD) als Anwalt von etwa 5000 Bewohnern von Dachau Süd ins Zeug und verlangte, die ganze Langwieder Straße müsse wieder geöffnet werden. Auch eine Unterschriftenaktion in Dachau-Süd hatte diese Ziel.

Verärgerte Anlieger

Das brachte nun die 22 Anlieger, viele mit Schulkindern, auf die Palme, denn all das beweise null Ahnung von der Faktenlage. Namentlich wollte sich niemand äußern, sondern nur alle gemeinsam als Anliegergemeschaft. Dieses Teilstück der Langwieder Straße war ursprünglich ein gekiester Weg. Als die Gröbenrieder Straße zum heutigen Zustand ausgebaut wurde, teerte die Stadt den Feldweg als Ausweichroute für die Bauzeit mit einer dünnen Teerschicht. Nach den Bauarbeiten nutzten Die Autofahrer auch weiter die private Straße als schnelle Verbindung von Dachau-Süd zur B471. Schnell ist hier wörtlich zu verstehen. Der Schwerlastverkehr arbeitete die dünne Teerdecke auf. Besonders im Winter wurden vielfach Anliegerzäune umgefahren. In vier von fünf Fällen mit Fahrerflucht.

Niemand will auf Kosten sitzen bleiben

In einem Papier kritisieren die Anlieger, die Stadt habe keine Verhandlungen geführt, sondern wollte nur das Eigentum der Straße ohne Entschädigung erlangen. Das Herrichten der Straße sei nur in Form von Teerresten erfolgt, die auf die schlimmsten Schadstellen aufgebracht wurden. „Auch wir sind an einer einvernehmlichen Lösung interessiert, aber dass alle Kosten auf uns abgewälzt werden und der Verkehr immer weiter zunimmt, das kann nicht sein“, sagten alle einstimmig.

srd

Quelle: Dachauer Rundschau

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