Bundestagsabgeordnete aus Dachau

Schrodi kündigt erneute Kandidatur für den Bundestag an

Michael Schrodi, Marianne Klaffki und  Florian Hartmann
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Zwei für Michael Schrodi (rechts): Die Vizelandrätin Marianne Klaffki und Dachaus OB Florian Hartmann lobten die gute Zusammenarbeit mit dem Bundestagsabgeordneten.

Parteipolitik hat auf dem Fußballplatz eigentlich nichts zu suchen. Doch die Corona-Pandemie zwang die SPD-Unterbezirke Dachau und Fürstenfeldbruck zu einer folgender Maßnahme: Sie hielten ihre Aufstellungsversammlung für die Bundestagswahl im kommenden Jahr im Sepp-Helfer-Stadion ab. 

Es herrschten Frühlingstemperaturen. Rund siebzig Personen verteilten sich auf der Tribüne des ASV-Stadions, alle mit Mund-Nasen-Schutz-Maske ausgestattet und auf Abstände bedacht. Darunter die Vizelandrätin Marianne Klaffki, Dachaus OB Florian Hartmann, Olchings Bürgermeister Andreas Magg, die ehemalige Bundestagsabgeordnete Ute Titze-Stecher sowie zahlreiche sozialdemokratische Kommunalpolitiker aus beiden Landkreisen. Ihr Aufgabe lautete: Michael Schrodi für die Bundestagswahl im kommenden Jahr nominieren. Der frühere Gymnasiallehrer in Dachau sitzt schon seit 2017 in Berlin. Er hat offenbar Gefallen an der Arbeit als Abgeordneter. „Man kann richtig etwas bewegen“, berichtete Schrodi in seiner Bewerbungsrede. Für bundesweites und fraktionsinternes Aufsehen sorgte Schrodi im Sommer 2018 durch die Veröffentlichung eines Strategiepapiers, das klar gegen die Sparpolitik der Bundesregierung und des Finanzministers Olaf Scholz (SPD) zu Felde zog. „Seitdem kennt er mich“, erzählte Schrodi. Mittlerweile verstehen sich die beiden wohl gut, der Olchinger lobte den früheren Hamburger Bürgermeister und jetzigen SPD-Kanzlerkandidaten. Schrodi bezog deutlich Stellung gegen „Verschwörungsgläubige und Corona-Leugner“ und warnte vor dem „tödlichen Virus“. Er fuhr fort: „Wir waren und sind das Bollwerk gegen Faschismus und für Demokratie. Unser Ziel muss es sein, die AfD wieder aus den Parlamenten zu bekommen.“ Der Olchinger setzt sich für ein „Jahrzehnt der Zukunftsinvestitionen“ und plädiert für die Einführung einer Steuer auf die obersten drei Prozent der Einkommen und Vermögen, mittlere Einkommen könnten so entlasten werden. Beim aktuellen Konflikt zwischen der MAN-Führung und dem Betriebsrat, bei dem es um Entlassungen geht, stellt sich Schrodi klar an die Seite der Arbeitnehmer. Schrodi wetterte gegen Krankenhausprivatisierungen im allgemeinen und den Helios-Konzern im besonderen. Er will den Klimaschutz voranbringen sowie das Renteneintrittsalter nicht weiter erhöhen. Alles Punkte, die ihm viel Beifall einbrachten, sowie schließlich die fast einstimmige Nominierung. 

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