Verwaiste Busse im Stadtgebiet Dachau

Zwei Busse im Winter am Busbahnhof Dachau
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Die Dachauer SPD will den kürzlich eingeführten Zehn-Minuten-Takt ausdünnen, da die Busse leer fahren.

Die Dachauer SPD will den Zehn-Minuten-Takt wieder ausdünnen.

Seit rund sechs Wochen läuft der Zehn-Minuten-Takt nun im Dachauer Stadtgebiet. Mit dieser Entscheidung wollten die Stadträte die Verkehrswende in Dachau voranbringen. Trotz hoher Investitionskosten und des Corona-belasteten Haushalts, entschied sich der Dachauer Stadtrat für den Ausbau des Busverkehrs auf den Linien 720, 722 und 726. Sie ließ Haltestellen ausbauen, schaffte zwölf neue Erdgasbusse an, errichtete eine Bushalle in Dachau Ost und stellte neues Personal ein (die Dachauer Rundschau berichtete). Die Stadt, die Dachauer Stadtwerke und der Landkreis teilen sich die Kosten für den Betrieb des Zehn-Minuten-Taktes und die zusätzlichen Busse. Trotzdem liegt der Anteil der Stadt bei rund 1,3 Millionen Euro. Jetzt, über einen Monat, nach dem Start des Zehn-Minuten-Taktes, stellte die Dachauer SPD einen Antrag, diesen wieder auszudünnen. Im Antragsschreiben heißt es: „Die Realität im Lockdown zeigt, die städtischen Busse fahren zur Zeit fast leer. Die SPD ist damals im Ferienausschuss dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, den Zehn-Minuten-Takt aus finanziellen Gründen zu verschieben. Dies fand damals keine Mehrheit. Jetzt fällt er ausgerechnet mit dem Corona-Lockdown und dem Ruf nach mehr Homeoffice zusammen.“ Dementsprechend gäbe es weniger Fahrgäste. Daher fordere die Fraktion die städtische Verwaltung auf, zu prüfen, ob der Zehn-Minuten-Takt oder der abendliche Verkehr während der Pandemie ausgedünnt werden könnte, um Personal- und Treibstoffkosten zu sparen.

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