"Die Kartoffel" im Dachauer Bezirksmuseum.

Dachau widmet der Kartoffel eine eigene, mehrmonatige Ausstellung

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Die Kartoffel ist vielfältig. Das zeigt auch die Ausstellung im Bezirksmuseum Dachau. Früher mussten die armen Kinder mit Handpuppen aus Kartoffeln spielen, weil kein Geld für richtige da war.

Dachau - Die braune Knolle im Museum.

55 Kilogramm Kartoffeln isst ein Deutscher im Schnitt jährlich. Früher waren es mehr. 

Denn vom Tierfutter avancierte die Knolle schnell zur Allzweck-Antihunger-Waffe vor allem für die arme Bevölkerung. 

„Die Kartoffel hat eine lange und keineswegs uninteressante Geschichte“, fand Oberbürgermeister Florian Hartmann bei der Eröffnung im Bezirksmuseum. Deshalb sei es nicht verwunderlich, dass der Knolle gleich eine ganze Ausstellung gewidmet worden sei. Diese ist bis zum 26. Januar 2020 geöffnet. „Die Ausstellung wird Sie an der ein oder anderen Stelle überraschen“, verspricht Hartmann den Eröffnungs-Besuchern. Pommes, Püree, Knödel, Suppe, Klopse, Chips, Seife, Geschirr, Tüten – all dieseKartoffelvariationen liegen in einem Schaukasten im letzten Raum der Ausstellung. Diese Auswahl soll vor allem zeigen, wie vielfältig die Kartoffel sowie ihre enthaltende Stärke einsetzbar ist. 

Schon ab dem Jahr 1980 wurdebiologisch abbaubares Einmalgeschirr aus Kartoffelstärke hergestellt. Mit diesem Wissen fällt es schwer zu entscheiden: Welche zwei Lebensmittel im Schaukasten enthalten keine Kartoffel? Die Ausstellung regt mit verschiedenen Stationen zum Mitmachen und Nachdenken an. Kartoffelpuppen selbst basteln, durch Sprichwörtern mit Kartoffeln blättern, im Puppenhaus fertige Kartoffel-Gerichte zählen und viele weitere Aufgaben machen die Ausstellung zu einer Familienausstellung. 

Die Kartoffel wird zu Beginn der Ausstellung von der Blüte bis zur Knolle erklärt, danach erhält der Besucher Informationen über Herkunft, Verbreitung und Geschichte und zuletzt blickt der Kartoffelliebhaber hinter die Kulissen einer Packstation eines modernen Dachauer Biobetriebes. 

Das Bezirksmuseum wäre nicht das Bezirksmuseum, hätte es nicht auch alte, bäuerliche Gerätschaften aus dem 19. Jahrhundert, Öl-Gemälde und alte Zeitschriften und Bücher zur Ansicht bereitgestellt. Das meiste davon sindLeihgaben der Otto Eckart Stiftung. Dessen Sohn Werner gründete 1949 das Unternehmen Pfanni-Werk Otto Eckart, die bekannt für ihren fertigen Kartoffelknödel-Teig waren.

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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