20 Helfer pro Schicht wollen für einen reibungslosen Ablauf sorgen

In sechs Schritten zur Corona-Impfung

Liegen auf denen geimpft wird
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Die Station Impfstelle: Hier bekommen Patienten ihre Immunisierung. Jeder darf entscheiden, ob er dabei sitzen oder liegen möchte.

Bis zu 1.000 Landkreis-Bürger am Tag können im neuen Corona-Impfzentrum in Dachau immunisiert werden. Das berichtete Landrat Stefan Löwl am vergangenen Mittwoch bei einem Testlauf.

Um einen reibungslosen Vorgang zu garantieren, bauten Mitarbeiter des Bayrischen Roten Kreuzes Dachau (BRK) in zehn Tagen das BRK-Zentrum auf dem Rotkreuzplatz um. „Es herrschte Ausnahmezustand“, erzählte BRK-Geschäftsleiter Paul Polyfka. „Sobald der Impfstoff zugelassen und geliefert wird, können wir starten. Wir sind bereit“, erklärte Löwl.

Alle Dachauer ab 18 Jahren können sich vermutlich ab dem 27. Dezember impfen lassen. Dafür braucht es insgesamt zwei Spritzen. Dann ist der Geimpfte nach etwa einem Monat immun.

Bevor sich eine Person impfen lassen kann, muss sich der Patient telefonisch im Impfzentrum anmelden.

Danach ist als erster Schritt vor Ort eine Registrierung mit einem Ausweisdokument erforderlich, bei dem Jeder einen Selbsteinschätzungsbogen erhält.

In der dritten Station, dem Wartebereich muss dieser ausgefüllt werden. Dort stehen jederzeit Mitarbeiter des BRK bereit, die Fragen zum Bogen oder zum weiteren Vorgehen beantworten können.

Danach geht es einzeln in abgetrennte Kabinen, in denen jeweils ein Arzt mit dem Patienten spricht, um seine Gesundheitslage einschätzen zu können. Hier geht auch um die spätere Verweildauer nach der Impfung.

Als nächstes wird jedem Patienten eine Liege zugeteilt. Ein ausgebildetes Personal erhält dann den frischen Impfstoff, hergestellt in der Großraumküche nebenan. Die komplizierte Verfahrensweise zur Aufbereitung übernehmen ausschließlich pharmazeutische Hilfskräfte und Apotheker unter Leitung von Maximilian Lernbecher, Apotheker und Sprecher der Apotheker im Landkreis. (Bei dem Impfstoff in Dachau handelt es sich um den des Unternehmens Biontech.) Nach der Impfung geht es für die Patienten in den Ruheraum, wo sie sich, je nach Gefühlszustand, zehn bis 30 Minuten aufhalten. Beim Verlassen des Impfzentrums geben sie dann an der letzten Station, dem Checkout, ihren Bogen wieder ab.

Nach der ersten Impfung ist drei Wochen später eine zweite von Nöten. „Nach weiteren zehn Tagen sollten die Patienten dann immun sein“, erklärte Lernbecher. Um eine Herden-Immunität zu schaffen, müsste der Landkreis insgesamt 84 Prozent der Bürger über 18 Jahren impfen. Ein zweites Impfzentrum für den Landkreis eröffnet am Karlsfelder See.

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