Dachauer Forum wird 50

Das Dachauer Forum feiert 50 Jahre katholische Erwachsenenbildung

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Ehrenamtliche, Referenten, Kooperationspartner, Politiker und Bürger wollten mit dem Dachauer Forum feiern.

Dachau - Wissen und Werte für Erwachsene vermitteln

50 Jahre in nur zehn Minuten – diese Ausgabe hatte die pädagogische Mitarbeiterin Annemarie Eckardt zum 50-jährigen Jubiläum des Dachauer Forums. „Kiste für Kiste habe ich mich durch Notizen, Einladungen und Schreiben gewühlt“, erzählte sie bei der Jubiläumsveranstaltung im Ludwig-Thoma-Haus. „Schnell habe ich gemerkt, dass vor allem die Menschen, die mir im Archiv gegenübersaßen, die besten Geschichten erzählten“, sagte sie und rückte diese Menschen in den Mittelpunkt ihres Films. In diesem zeigt sich: Das Dachauer Forum, das sich 1969 aus vier Pfarreien gründete, ist vielfältig. Familienbildung, Schöpfungsverantwortung, Orientierungshilfe, Erinnerungsarbeit, lebenslanges Lernen, Brückenbauer der Kulturen, Seniorenstudium. Das sind nur einige Stichwörter, die genannt werden. 

Annegret Braun handhabte es bei ihrer Festschrift zum Jubiläum ähnlich. „Die Begegnungen mit den Menschen, die eine enge Verbundenheit zum Forum haben sind Inhalt der Broschüre“, erzählte sie. Braun weckte mit einer kurzen ihrer Aufzählung Interesse, mehr in den Seiten zu blättern: Vorträge wie der von 1982 „Wohnungsnot“ scheinen aktueller denn je. Andere Kurse können man aufgrund der Entwicklung belächeln: „Die Unterhaltung mit Fäusten und Pistolen – Fernsehbrutalität und ihre Auswirkungen“ von 1978 und bei manchen wünsche man sich eine Wiederholung: „Beim Zahnarzt ohne Stress – Einführung in die Selbsthypnose“ von 1996. Vorsitzender Anton Jais und Geschäftsführerin Annerose Stanglmayr waren nicht die einzigen, die auf der Feier zu Wort kamen. 

Eine Fragerunde „Das Dachauer Forum ist für mich“ wurde von Kooperationspartnern beantwortet. Zweiter Bürgermeister Kai Kühnel: „Es ist dem Forum zu verdanken, dass sich die Stadt zum Gedenkort entwickelt hat“. Oberbürgermeister Hartmann ergänzt in einer Videobotschaft: „Es ist nicht nur Vermittler von Wissen sondern auch von Werten.“ Dekan Heinrich Denk sagte: „In der Zeit, in der von der Verdunstung des Glaubens gesprochen wird, ist es wichtig, dass sich jemand außerhalb der Kirche um die katholische Erwachsenenbildung kümmert. “Bei der Podiumsdiskussion war das neue Gesetz zur Förderung der Erwachsenen Bildung (EbFöG) ein Thema. Ute Eiling-Huetig, MdL, erklärt, dass nun auch eine Förderung für wirtschaftliche, religiöse und familiäre Themen möglich ist. Wegen dem demografischen Wandel und der Digitalisierung glaubt Landrat Stefan Löwl, dass sich niemand dem lebenslangen Lernen entziehen könne: „Euch werden die Themen nicht ausgehen“, ist er sicher. 

Für den humorvollen Abschluss sorgte Kabarettist Josef Bartmann. Mit seiner Zither streifte er die bairische Volksmusik bis zur ACDC-Melodie. Und weil jeder noch etwas an diesem Abend lernen sollte, lehrte er dem Publikum die Marienplatz-Glockenspiel-Melodie während er und Annegret Braun auf Kuhglocken begleiteten. 

mik

Quelle: Dachauer Rundschau

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