Seit Freitagnachmittag darf keiner mehr das Krankenhaus verlassen.

Dachauer Krankenhaus wegen Corona gesperrt

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Das Helios Amper-Klinikum ist seit Freitagnachmittag gesperrt.

Dachau - Nur noch positive Corona-Patienten dürfen das Krankenhaus betreten

Das Helios Amper-Klinikum in Dachau ist seit Freitagnachmittag geschlossen. 

Ärzte und Pfleger haben sich laut Landratsamt mit dem Coronavirus infiziert. Vermutlich auch zahlreiche Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden. Eingeschleppt wurde der Erreger offenbar von einem Patienten, der schon vor Tagen wegen eines anderen Leidens in die Klinik kam. 

Später stellte sich heraus, dass der Mann infiziert war. Doch bis dahin hatte er schon zu etlichen Personen Kontakt. Genau lässt sich die Kette nicht mehr nach verfolgen. Deshalb: Niemand darf mehr in die Klinik, es sei denn, er ist positiv getesteter Covid-19-Patient. Heraus darf nur, laut Gesundheitsamt Dachau, wer in die häusliche Quarantäne verlegt wird.

Alle, die jetzt im Krankenhaus sind, werden nun auf den Virus getestet. Dies sind weit mehr als 1.000 Ärzte, Pfleger und Patienten.

Die Nachricht, dass Dachau eine der ersten Behelfskliniken für Corona-Patienten in Bayern erhält, kommt angesichts der dramatischen Entwicklung genau im richtigen Moment. Als Standort für die Behelfsklinik hatte sich ein Expertengremium aus Ärzten, Einsatzkräften und Politikern das Hotel "Select" im Dachauer Industriegebiet ausgesucht. 120 Behandlungsplätze für Covid-19-Erkrankte mit mittelschweren Symptomen sollen dort entstehen. 

Vorbereitungen in Dachau laufen auf Hochtouren. Für den Bereich um das Hotel „Select“ , Newtonstraße 8, sagt Landrat Löwl, wurde noch am Freitagmittag ein Betretungsverbot erlassen. Am Samstag soll das Grundstück eingezäunt und am Montag, 6. April, erste Krankenhausmaterialien angeliefert werden. Beteiligt sind neben dem Landratsamt auch Rettungs- und Hilfsorganisationen. (Weitere Informationen gibt die DACHAUER RUNDSCHAU nächste Woche)

 Von den 2250 Betten sind nach seiner Zählung derzeit knapp 80 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten. Das Ziel sei, die Zahl der Plätze auf den Intensivstationen zu verdoppeln. Die größte Herausforderung dabei sei, Beatmungsgeräte zu besorgen. Lediglich 15 seien in der vergangenen Woche geliefert worden. In der Dachauer Notklinik werde es sie nicht geben.

red

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