Erster Schultag

Dachauer Rektorinnen erläuterten ihre Konzepte zum Schulanfang

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Dieses Jahr läuft alles anders: die Rektorinnen der vier Grundschulen in Dachau erläuterten ihr individuelles Vorgehen am ersten Schultag

Dachau - Der erste Schultag ist ein besonderer Tag im Leben, der gefeiert werden sollte. Am besten mit Eltern, Geschwistern, Omas und Opas. Doch das wird in Corona-Zeiten schwierig.

Eine Umfrage bei den Rektorinnen der vier Dachauer Grundschulen ergab, dass zur Begrüßung der Erstklässler am ersten Schultag in drei von vier Schulen nur ein Elternteil dabei sein darf. Lediglich in Dachau-Süd dürfen Mütter und Väter mitkommen. Glücklich mit der Situation ist niemand. Andrea Wiesner, Rektorin der Grundschule Augustenfeld, berichtete, dass es im neuen Schuljahr drei erste Klassen geben wird. Für diese werde gestaffelt, jeweils eine halbstündige Begrüßung in der Schulaula stattfinden, danach die erste Unterrichtsstunde in den Klassenzimmern. Wiesner erwartet zur Begrüßung in der Aula knapp 30 Kinder und 30 Eltern, dazu kommen noch Lehrer und Kinder höherer Klassen. 

Als sie den entsprechenden Brief an die Eltern verfasste, ging sie von 100 Menschen aus, die aus Hygienegründen in die Aula durften. Den obligatorischen Kaffee und Kuchen vom Elternbeirat wird es in diesem Jahr nicht geben. Wiesner hatte sich von allen Eltern Mail-Adressen geben lassen, um sie kurzfristig über Änderungen informieren zu können. Sie versprach, „wenn es die Situation zulässt“, in der letzten Ferienwoche auf die aktuelle Situation zu reagieren. Sie hoffe auf klare Vorgaben des Kultusministeriums. Karin Ernstorfer, Rektorin der Dachauer Klosterschule, freut sich auf 130 neue Schüler. „Die fünf neuen Klassen werden am ersten Schultag in drei Schichten begrüßt“, berichtete sie. Weil die Aula der Klosterschule sehr klein und schlecht zu lüften sei, finde die Veranstaltung im Freien statt. Jedoch könne aus Platzgründen nur ein Elternteil seinen ABC-Schützling begleiten. Ernstorfer hatte sich mit dem Elternbeirat mehrere Szenarien überlegt, auch eine Begrüßung im Ludwig-Thoma- Haus wurde diskutiert, aber wieder verworfen. Ernstorfer spricht von einer „schwierigen Situation“, aber sie trage Verantwortung für 460 Schüler. Es sei eine freiwillige Segnung der Kinder in der St. Jakobskirche geplant, auch dafür gibt es zwei Schichten. 

Die Rektorin versprach, die Situation in der letzten Ferienwoche zu prüfen. „Wir planen mit zwei Begleitpersonen pro Kind am ersten Schultag“ sagt Michaela Frost, Rektorin der Grundschule Dachau-Süd. Die große Aula der Grundschule mache dies möglich, erklärte sie. Es werde vier Begrüßungen, für jede der vier Klassen eine, geben. Wie in den anderen Grundschulen dürften zur Begrüßung keine Lieder gesungen werden. In Dachau-Süd werde deswegen ein Film gezeigt werden, bevor es in die Klassenzimmer geht. Dort sind dann Kinder und Lehrkräfte alleine. Frost sagte auch, dass sie ihre Planungen kurzfristig noch anpassen könne. So könne sie sich auch vorstellen, dass es, wenn sich die Corona-Situation verschlechtere, „zwei erste Schultage mit halben Klassen“ geben werde. Andrea Noha, Rektorin der Grundschule in Dachau-Ost, plant vier Begrüßungen für vier erste Klassen, die in der Turnhalle der Schule stattfinden sollen. Weil diese nur schwer zu belüften sei, habe sie Eintrittskarten für je ein Elternteil verteilt. Mehr als 50 Personen könnten sich nicht in der Halle gleichzeitig aufhalten. Die Kindersegnung finde ebenfalls in der Turnhalle statt. Falls schönes Wetter sei, würde der Elternbeirat für Verwandte eine Wartemöglichkeit im Schulgarten organisieren. Ein Buffet sei aus hygienischen Gründen dieses Jahr nicht möglich.

hi 

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