Die Metzgereiinnung traf sich.

Datenschutz beim Schlachten

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Werner Braun überreichte Marianne Klaffki ein neu gestaltetes Werbegeschenk der Bayerischen Metzger.

Landkreis/Bergkirchen - Metzgerinnung diskutierte über Neuerungen im Gesetz.

Die Metzgermeister finden es unerträglich, dass sie von den Behörden ihrer Meinung nach, überzogen kontrolliert werden. 

Darüber und über viele weitere Themen diskutierten die Besucher der Hauptversammlung der Metzgerinnung Dachau- Freising in Bergkirchen. Auch die stellvertretende Landrätin Marianne Klaffki war mit anwesend. Vor der offenen Aussprache hatte Obermeister und stellvertretender Landesobermeister Werner Braun über seine Arbeit berichtet. 

Eine ganze Liste von Vorhaben, darunter schwerpunktmäßig Nachwuchsbildung, wurden auf den Weg gebracht. Der Geschäftsführer des Landesinnungsverbands für das bayerische Fleischerhandwerk, Lars Bubnick, berichtete über aktuelle Themen, wie der Versand von Kontrollberichten an den Endverbraucher, der Internetpranger, der jetzt eingeführt wurde und die geplante Videoüberwachung in Schlachthäusern. Der Verband sieht aus Datenschutzgründen rechtlich keine Möglichkeit, Videos vom Schlachtvorgang zu erstellen. Arbeitszeiterfassung und der Wegfall der Pflichtversicherung waren Themen sowie die Betriebsprüfungen des Finanzamtes. Ab 1. Januar 2020 müssen für das Finanzamt, zum Auslesen von Daten, an Kassen technische Sicherheitseinrichtungen (TSE) installiert sein. 

Doch nach Rückfrage bei den Kassenherstellern gäbe es diese Geräte und Programme noch gar nicht. Weiterhin berichtete Bubnick vom positiven Jahresergebnis des Verbandes und äußerst günstig ausgehandelten Energiepreisen für Innungsmitglieder. Als wichtig erachten die bayerischen Metzger Ihren eigenen Außenauftritt. Der bayerische Verband hat sich für ein neues Logo für sein Handwerk entschieden und bietet sie seinen Mitgliedern für ihre Werbung an. Unter der Überschrift „Es ist doch ganz cool, Metzger zu sein“ will der Verband die Nachwuchswerbung weiter intensivieren. Dazu ist es wichtig, das Image des Metzgerhandwerks auch bei Eltern und Lehrern in ein positiveres Licht zu rücken. Lehrlingswart Augustin Keller berichtete über seine erfolgreiche Ausbildung und durchschnittliche Abschlussnoten bei den Metzgern von 2,4. Wobei die Ergebnisse von den Azubis der Handwerksbetriebe besser seien als die von denen der Großbetriebe. 

Er ermunterte die Handwerkskollegen, Praktikantenstellen anzubieten. Diese Aufforderung war der Zündpunkt für leidenschaftliche Diskussionen. Da berichteten Betriebsinhaber über Erfahrungen mit Praktikanten. Statt sich im Betrieb umzusehen seien Pausen und Ruhezeiten wichtig, Eltern würden sich über das dokumentieren von Fehlzeiten beschweren. Es seien bei manchen völlig falsche Vorstellungen über Arbeitszeit und Aufgaben zu erkennen. Andere beklagten sich über die steigende Zahl von Vorschriften und Dokumentationspflichten. Weitere hoch emotional geführten Gespräche drehten sich wie schon so oft, um die amtlichen Kontrollen. 

So berichtete ein Metzgermeister, er wäre während des Schlachtens acht Stunden lang von drei Kommissaren beobachtet, kontrolliert und dokumentiert worden. Ein Betriebsinhaber berichtete, dass sich seine Mitarbeiter weigerten bei einer Kontrolle zu schlachten, aus Angst davor, einen Fehler zu machen.

hwa

Quelle: Dachauer Rundschau

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