Für mehr Chancengleichheit

Verein „Kunterbunte Inklusion“ präsentiert sich bis 21. Mai in Dachau

Tina Bäßler (links) und Franziska Knödler (rechts)
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Tina Bäßler (links) und Franziska Knödler (rechts) gehören zu den Gründungsmitgliedern des Vereins „Kunterbunte Inklusion“.

Er setzt sich für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung ein. Der Verein „Kunterbunte Inklusion“ präsentiert sich nun in der Hauptstelle der Volksbank Raiffeisenbank Dachau in der Altstadt bis 21. Mai im so genannten VR SchauFenster. 

„Kunterbunte Inklusion“ wurde im Dezember 2019 von Eltern gegründet, die Inklusion leben, ganz nach dem Motto: „Die Hilfe muss dem Kind folgen! Nicht das Kind der Hilfe“. Der eingetragene Verein ist innerhalb von anderthalb Jahren auf 70 Mitgliedern aus ganz Bayern gewachsen. Zu den Mitgliedern gehören meist Eltern, die selbst betroffen sind, und viel mehr Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen fordern. Inklusion vorzuleben und zu verbreiten ist ihnen besonders wichtig. „Wir wollen, dass Inklusion auch im Alltag gelebt wird, und zwar nicht nur in den Regelschulen, sondern überall. Unser Fokus liegt unter anderem in den Bereichen Wohnen und Arbeiten“, erläutert Franziska Knödler aus Karlsfeld. Die Beteiligten möchten die Angst im Umgang mit Menschen nehmen, die anders sind und nicht in einen „Standardrahmen“ passen, wie Franziska Knödler betont. Mit Tina Bäßler gehört sie zu den Gründungsmitgliedern. Tina Bäßler aus Erdweg ergänzt: „Jeder hat besondere Fähigkeiten und etwas zu bieten. Menschen mit Beeinträchtigung bereichern unsere Gesellschaft. Alle profitieren von Inklusion.“ Im Vergleich zu anderen Bundesländern steckt Inklusion in Bayern noch nicht mal in den Kinderschuhen. Lediglich 23 Prozent der Kinder mit Beeinträchtigungen besuchen hier die Regelschulen. Ziel des Vereins „Kunterbunte Inklusion“ ist es, die Chancengleichheit zu fördern und das gemeinsame Leben und Lernen von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu fördern. So unterstützt „Kunterbunte Inklusion“ Schulen, Kindergärten, Volkshochschulen und Unternehmen beim Aufbau inklusiver Strukturen. Ziel ist eine Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Darauf möchte die Ausstellung aufmerksam machen. Die kleine Ausstellung präsentiert Kinder mit und ohne Beeinträchtigung in ihren potenziellen Berufen. Oft handelt es sich um Traumberufe der Kinder. Für manche wird sich die Tür zum ersten Arbeitsmarkt nur ganz schwer öffnen lassen. Franziska Knödler sagt: „Genau das wollen wir verändern!“

Am 18. Mai, dem Deutschen Diversity-Tag, sind die Vereinsmitglieder ab 13 Uhr in der Ausstellung anwesend, um Besucher über die „Kunterbunte Inklusion“ zu informieren.

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