Vogelgrippe im Landkreis Dachau

Vogelgrippe bald im Dachauer Landkreis?

Wildvögel
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Nach Mitteilung des Friedrich-Loeflers-Instituts (FLI) wurde seit Ende Oktober bei einer Reihe von Wildvögeln sowie in einigen Nutzgeflügelhaltungen in Norddeutschland der Virus der hochansteckenden Geflügelpest (Vogelgrippe) festgestellt.

Die Vogelgrippe ist auf dem Vormarsch in den Dachauer Landkreis, davor warnt das Landratsamt Dachau in einer Pressemitteilung. 

Darin heißt es: „Nach Mitteilung des Friedrich-Loeflers-Instituts (FLI) wurde seit Ende Oktober bei einer Reihe von Wildvögeln sowie in einigen Nutzgeflügelhaltungen in Norddeutschland der Virus der hochansteckenden Geflügelpest (Vogelgrippe) festgestellt.“ Der derzeit stattfindende Vogelzug in südliche Richtung, mache es allerdings wahrscheinlich, dass die Erreger nach Bayern und somit nach Dachau getragen werden. „Aus diesen Grund sollten auch im Landkreis Dachau die Vorbeugemaßnahmen unverzüglich weiter intensiviert werden“, fordert Pressesprecher des Landratsamtes, Wolfgang Reichelt, auf.

Eine Ansteckung von Menschen sei bisher nicht bekannt. Eine Übertragung durch den Verzehr von Eiern, Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten wird von Experten als unwahrscheinlich bewertet. Jedoch fordert das Landratsamt Dachau alle Bürger auf, bei der Begegnung mit Wildvögeln achtsam zu sein, um die Einschleppung der Vogelgrippe in hiesige Geflügelbetriebe zu verhindern.

Tote Vögel und Orte, die stark mit Vogelkot verschmutzt sind, sollten gemieden werden.

Geflügelhalter sollten einen direkten Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögel unterbinden, indem sie Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, die mit Geflügel in Berührung kommen können, sollten für Wildvögel unzugänglich lagern. Genauso verhält es sich mit Tränk-Stationen für die Tiere.

Außerdem fordert das Landratsamt alle Geflügelhalter, auch Hobbyhalter auf, ihre Tierhaltung beim Landwirtschafts- und Veterinäramt sowie bei der Tierseuchenkasse anzumelden.

Sobald der Ausbruch der Vogelgrippe bei Wildvögeln im Landkreis festgestellt wird, werden sie die Tiere nur noch im Stall oder in überdachten Volieren halten dürfen. „Daher sollte bereits jetzt über die Möglichkeiten entsprechender Unterbringung von Tieren nachgedacht und geplant werden,“ erklärt Reichelt.

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