Der Karlsfelder Triathlon

Ansturm auf den Geburtstags-Triathlon

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Ein Doppel-Jubiläum feierten die Karlsfelder Triathleten 

Karlsfeld - Es war ein Doppel-Jubiläum, das die Karlsfelder Triathleten am vergangenen Sonntag feierten: 1988 gründeten sie ihre Abteilung – die 13. des TSV Eintracht Karlsfeld.

Schon vier Jahre zuvor, am Pfingstmontag 1984, ging der erste Karlsfelder Triathlon über die Bühne, organisiert von den TSV-Leichtathleten. Wegen einiger Unterbrechungen wurde nun die 30. Auflage des bundesweit bekannten Wettbewerbs ausgerichtet. „Alle eintausend Startplätze sind besetzt“, freute sich Organisator Dieter Asböck vor dem ersten Startschuss durch Bürgermeister Stefan Kolbe. Den Startschuss zelebrierte Kolbe wieder mit einer Tröte. Mit dabei: einige namhafte Aktive, vor allem auf der Olympischen Distanz (1,5 Kilometer schwimmen, 46 Kilometer radeln, zehn Kilometer laufen). Dass der Triathlon-Profi Niclas Bock den Wettbewerb für sich entscheiden würde, war klar. Der Düsseldorfer stellte in 1:58:35 Stunden sogar einen neuen Streckenrekord auf – ohne sich anscheinend größer anstrengen zu müssen. Er war im Ziel sofort ansprechbar und lobte den Karlsfelder Triathlon über den grünen Klee: „hammergeile Radstrecke“, „super Organisation“, „tolle Veranstaltung“ sprudelte er heraus und bedankte sich besonders bei den Triathlon-Kids am Getränkestand der Laufstrecke. Schon als Vierter traf Lokalmatador Michael Pietzonka (Triathlon Karlsfeld, 2:09:31) ein und war dennoch „ein bisschen enttäuscht“, wie er gestand. Denn heimlich hatte der Dachauer mit einem Treppchenplatz spekuliert. Zumal er nach dem Schwimmen auf Platz zwei lag. Zusammen mit dem Ingolstädter Markus Stöhr (Zweiter in 2:04:45) und dem Münchner Jakob Heindl (Dritter in 2:05:25) hatte er das Radeln beendet. Pietzonka ist zwar ein guter Läufer, „doch die anderen waren heute besser“, räumte er sportlich fair ein. Auf Rang 13 lief Joachim Lingnau (SV Dachau, 2:16:38) ein, gefolgt von Christian Götz (Triathlon Karlsfeld, 2:17:00). Der Lokalmatador war begeistert: „Von heimischen Zuschauern und Teamkollegen angefeuert zu werden, ist riesig.“ Johannes Frohnwieser (SG Indersdorf, 2:20:35) wurde 28. Bei den Frauen setzte sich eine Semi-Profisportlerin durch: die 27-jährige Nordschwäbin Theresa Wild (2:22:58), die dank eines furiosen Zehn-Kilometer-Laufs (39:51) an Altmeisterin Katrin Esefeld (2:23,47) vorbeizog. Nach dem Radeln konnte sich die auf Rang drei liegende Renee Grodecki (SG Indersdorf) Hoffnungen auf einen Stockerlplatz machen, doch auch ihr 16. Platz in der Endabrechnung (2:41:42) ist bemerkenswert, ebenso wie Rang 23 der Karlsfelderin Martina Trapp (2:44:02), Platz 27 von Anja Stephan (SV Dachau, 2:46:26) und Platz 28 der Petershauserin Susanne Tluck-Meidinger (2:47:27). Auf der kürzeren Volksdistanz (500 Meter schwimmen, 26 Kilometer radeln, fünf Kilometer laufen) hatten der Freisinger Valentin Kammerloher (1:10:43) und die Ingolstädterin Theresia Schludi (1:10:37) die Nase vorne. Beste Landkreis-Aktive waren die erst 16-jährige Lokalmatadorin Johanna Lenz als sehr gute Neunte (1:24:11) sowie Routinier Gerhard Schmid (TSV Dachau 1865. 1:16:26) als starker 13. „Unser Konzept hat sich bewährt“, zog Dieter Asböck ein erstes Fazit: „Wir wollen eine attraktive Breitensportveranstaltung für Athleten aus der Region sein. Die Profis sind das Salz in der Suppe.“ Rathauschef Kolbe lobte: „Die Veranstaltung ist eine Werbung für Karlsfeld.“

kho 

Quelle: Dachauer Rundschau

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