25 Jahre Hilfe für Suchtkranke.

Drogenberatungsstelle Dachau feierte 25- jähriges Jubiläum

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Die Drogenberatungsstelle Dachau feierte ihr 25-jähriges Jubiläum.

Dachau - Parteiergreifen für die Abhängigen

Ihr jüngster Patient war sieben Jahre alt, ihr ältester 74. 

Letzterer fing mit vier Jahren an, Alkohol zu konsumieren, erzählte Silvia Neumeier, Geschäftsführerin der Drogenberatungsstelle Dachau, in ihrer Rede, anlässlich der Jubiläumsfeier der Drogenberatungstelle Dachau (Drobs) am vergangenen Freitag. Neben Mitgliedern des Vereins kamen auch Mitarbeitende wie Bewährungsshelfer, Polizisten oder Psychologen sowie Politker zum 25. Geburtstag der Institution. Oberbürgermeister Florian Hartmann und Landrätin Marianne Klafki unterstützen die Einrichtung und übergaben Spenden. In ihren Ansprachen bedankten sie sich für diese „unentbehrliche Arbeit, die Immenses für die Stadt und den Landkreis Dachau leistet.“ 

Der Schirmherr der Jahresfeierlichkeiten ist Bezirkstagspräsident Josef Mederer. 

Davor Stubican arbeitet als Fachberater für Psychiatrie und Sucht ebenfalls eng mit der Drobs Dachau zusammen. Er beschrieb das Projekt als „konservativ im besten Sinn, denn konservativ heißt, sich nicht von seinen grundsätzlichen Prinzipien abbringen zu lassen.“ Das wäre in diesem Fall die Parteilichkeit den Suchtkranken gegenüber. Diese hätten Neumeier und ihr Team in den Jahren nie verloren, auch wenn sie öfter Gegenwind verspürten. Er erklärte weiter, dass solche niederschwelligen Zugangsmöglichkeiten wie Drobs eine notwendige Möglichkeitsdarbietung für die Abhängigen darstelle. 

Trotzdem wäre es immer noch ein eher kleiner Teil der Erkrankten in Bayern, denen durch solche Angebote geholfen werden könne, da die rechtlichen Zuständigkeiten für Jugendliche sehr kompliziert wären. „Sie fallen einfach durch das Netz, keiner kann sie auffangen, weil die Gesetze da nicht mitmachen. Die Regierung müsste diesen wichtigen Beitrag an die Gesellschaft durch umsetzbare Regelungen erleichtern“, sprach Stubican weiter. Denn die Gesetze wären es, die es auch schwer machen würden, Ärzte zu finden, die helfen, da oft Strafen drohen. Trotz dem steinernen Weg, lässt sich das Team der Drobs aber nicht aufhalten. 

Dank des 24 Stunden-Telefons können Betroffene immer auf Hilfe zählen, ohne Angst vor rechtlichen Konsequenzen. „Doch Prävention ist mit die wichtigste Maßnahme gegen die Sucht“, erklärt Neumeier. Deswegen lägen ihr die Präventionsaktionen in Schulen im Landkreis besonders auf dem Herzen. Doch auch hier müsse noch viel getan werden.

ste

Quelle: Dachauer Rundschau

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