Goldener Ehrenring der Stadt Dachau

Höchste Auszeichnung

Vier ehemalige Stadträte wurden mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt Dachau ausgezeichnet.
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OB Florian Hartmann (rechts) ehrte vier ehemalige Stadtratsmitglieder mit dem Goldenen Ehrenring (von links): Erwin Zehrer, Helmuth Freunek, Hermann Windele und stellvertretend für die verstorbene Katharina Ernst, Nichte Martina Ernst.

Dachau  - Vier ehemalige Stadträte wurden mit dem Goldenen Ehrenring der Stadt Dachau ausgezeichnet.

Sie haben sich „über Jahrzehnte hinweg für das Gemeinwohl ihrer Stadt eingesetzt“, erklärte Oberbürgermeister Florian Hartmann im Rathaus bei der Verleihung des Goldenen Ehrenrings. Helmuth Freunek, Erwin Zehrer, Hermann Windele und posthum Katharina Ernst erhielten diese größte Auszeichnung der Stadt im festlichen Rahmen in Anwesenheit vieler Stadträte im Alten Sitzungssaal.

Den Ring bekamen bisher lediglich 17 Persönlichkeiten überreicht, darunter Erwin Deffner, Georg Englhard, Manfred Probst und Bernd Sondermann.

Helmuth Freunek war seit mehr als die Hälfte seines Lebens, nämlich 42 Jahre lang, im Stadtrat. Er füllte mehrere Referent-Posten aus und arbeitete als Vertreter der CSU-Fraktion in zahlreichen Ausschüssen. Oberbürgermeister Florian Hartmann nannten ihn in seiner Rede den „wandelndes Stadtratsarchiv sowie Vater der Volkshochschule Dachau“. Denn Freunek hatte 1977 zusammen mit seiner Frau Christa den Aufsichtsrat der vhs-Dachau gegründet. Es gelang ihm, Lehrerkollegen der Realschule Dachau für die Mitarbeit zu gewinnen.

Auch Erwin Zehrer hat mehr als die Hälfte seines Lebens im Stadtrat verbracht, genau 36 Jahre. Er war von Anfang an Feuerwehrreferent, weil er sich schon 16 Jahre zuvor bei der Feuerwehr engagiert hatte und später Stadtbrandmeister wurde. Bis 2004 war er Kreisbrandrat. Außerdem war er in vielen Ausschüssen. 30 Jahre brachte er im Bauausschuss, sein Fachwissen als Architekt mit ein.

Hermann Windele arbeitete ein halbes Jahrhundert bei der Dachauer Liedertafel mit und war Mitglied im Elternbeirat der Grundschule Dachau-Süd und des Ignaz-Taschner-Gymnasiums. 1982 trat er der Überparteilichen Bürgergemeinschaft Dachau bei und wirkte 21 Jahre im Stadtrat. Von 2002 bis 2008 war er Dritter Bürgermeister. Darüber hinaus geht der Kron-Maus-Kulturpreis der ÜB, der seit 1990 verliehen wird, auf seine Initiative zurück.

Katharina Ernst konnte ihre Ehrung nicht selbst entgegen nehmen, denn sie starb am 12. November. Die ehemalige SPD-Stadträtin hat jedoch noch von ihrer Ehrung erfahren, wie Florian Hartmann mitteilte. Ihre Nichte Martina Ernst nahm den Ring stellvertretend an. „Die Erinnerung an ihre Leistungen wird ebenso wie wie die Erinnerung an ihre freundliche, herzensgute Wesensart erhalten bleiben“, sprach Hartmann. Sie habe still und leise Großartiges für ihre Heimatstadt geleistet. Ernst prägte vor allem die Zeitgeschichtspolitik der Stadt Dachau sowie die Entwicklung des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis.

mik

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