Ein neues Naturkostgeschäft in Petershausen

Neuer Bioladen für Petershausen

Hannah Stocker
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Eröffnet Anfang Mai in Petershausen in der Marbacher Straße ein neues Naturkostgeschäft: Lebensmittelexpertin Hannah Stocker.

Die Bestürzung war groß bei den Petershausener Fans gesunder Nahrungsmittel, als Ende des vergangenen Jahres bekannt wurde, dass der Naturkostladen „Vielfalter“ in der Bahnhofstraße 11a im Frühling seine Türen schließen wird und ein Pizzeria-Bäcker den Laden übernehmen.

Nun können die Bio- und Naturkostanhänger aufatmen. Die bisherige Vielfalter-Mitarbeiterin Hannah Stocker eröffnet am 1. Mai ein eigenes Geschäft nur wenige Meter weiter, in den Räumen eines früheren Schreibwarengeschäfts in der Marbacher Straße 1a (direkt am Kreisverkehr Richtung Bahnhof). Die gebürtige Indersdorferin ist glücklich: „Ein eigener Laden, das war schon immer mein Traum.“

Tatsächlich hatte sich die gelernte Einzelhandelskauffrau, Spezialgebiet Naturkost, schon im November Hoffnungen gemacht, den jetzigen Vielfalter zu übernehmen. Der Laden ist eine Institution in Petershausen, seine Stammkundschaft kommt aus der gesamten Region. Stocker hatte damals eine Bewerbung für das Geschäft beim Vermieter abgegeben, der Liegenschaftsverwaltung des Franziskanerordens Schönbrunn. Die Fachfrau ist bestens qualifiziert. Nicht nur, weil sie ihre Ausbildung – übrigens in Schönbrunn – mit Auszeichnung bestanden hatte, sondern auch sechs Jahre Vizemarktleiterin bei einem großen Vollsortimenter gewesen ist. Doch offenbar kam Stocker zu spät. Die im nördlichen Landkreis bestens bekannte Familie Telemetro, die in Kollbach eine Pizzeria und in Petershausen eine Eisdiele betreibt, hatte sich schon vorher mit den Schönbrunnern geeinigt. Da half es auch nichts, dass die Petershausener Ehepaare Trzcinski und Mühe eine Unterschriftenliste zum Erhalt des Vielfalter gestartet hatten, in die sich binnen weniger Wochen rund 260 Menschen eintrugen. Ein Grund mehr, warum Stocker an den Erfolg ihres Vielfalter 2.0 glaubt: „Der Bedarf für gesunde, regional erzeugte ökologische Lebensmittel und andere nachhaltige Produkte ist da.“ Die Indersdorferin möchte nun auf regionale Bio-Erzeuger zugehen, um deren Produkte in ihr Sortiment zu übernehmen.

Auch Christa Trzcinski freut sich. Nicht nur als Konsumentin, sondern auch als Nachbarin. Sie leitet ehrenamtlich den Fairkaufladen in der Bahnhofstraße. „Gemeinsam bilden wir nun ein kleines Zentrum für nachhaltige Produkte“, findet Trzcinski.

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