Ein-Prozent-Marke fast geknackt

Die Konzentrationsflächen – hier orange markiert – machen 0,94 Prozent des Gebiets der 14 Kommunen der Windkraft-Allianz aus. Unten ist die Große Kreisstadt zu sehen. Repro: kho

Land

kreis Dachau (kho) Wochenlang wurde spekuliert, nun liegen die Karten auf dem Tisch: Die 14 Kommunen des Dachauer Landes, die sich zu einer Windkraft-Allianz zusammengeschlossen haben, weisen knapp ein Prozent ihrer gemeinsamen 498,30 Quadratkilometer als potenzielle Windrad-Bauplätze aus. Hans Brugger, der Aichacher Landschafts-Architekt, hat 469,1 Hektar ermittelt – das entspricht 0,94 Prozent der gemeinsamen Gemeindegebiete. Einige Experten hatten einen geringeren Wert erwartet, nachdem Odelzhausen mit seinen 125 Hektar aus dem Verbund ausgestiegen ist. Brugger scheint daraufhin seine Planungsunterlagen in den letzten Wochen nochmals genauer studiert zu haben und hat prompt weitere geeignete Flächen entdeckt – wie zum Beispiel in Markt Indersdorf. Dort hat der Aichacher eine 5,2 Hektar große Fläche nördlich von Hirtlbach reaktiviert, die er zuvor als ungeeignet ausgeschlossen hatte. Diskussionen gibt es auch noch in Schwabhausen: Im Grenzgebiet zu Sulzemoos könnten weitere Windräder aufgestellt werden. So glaubt zumindest Kai Kühnel (Bündnis für Dachau). Schwabhausens neuer Bürgermeister Josef Baumgartner (FW) soll dazu in den nächsten Tagen eine Expertise überreicht bekommen. Weitere Überraschungen sind nicht ausgeschlossen. Doch mit einer Konzentrationsflächen-Ausweisung von knapp unter einem Prozent ist der Gemeindeverbund wohl auf der sicheren planerischen Seite.

Quelle: Dachauer Rundschau

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