Odelzhausen sucht dringend einen Stammtisch.

„Ein Stammtischwirt fehlt“

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Ende einer Ära: Das „Gasthaus zur Sonne“ hat seit März geschlossen.

Odelzhausen - Ein Bürgerarbeitskreis soll Ideen liefern, wie es in Odelzhausen mit dem Gebäude des „Gasthauses zur Sonne“ weiter gehen soll.

Eine Ära ist in Odelzhausen im März zu Ende gegangen: Das Gasthaus zur Sonne ist geschlossen. 

Wie es damit weiter geht, soll jetzt in einem Bürgerbeteiligungsprojekt ausgelotet werden. Das gemeindliche Bauunternehmen „KU- Bau Odelzhausen“ hat das Grundstück erwerben können. „Wir sind komplett offen und wollen pauschal nichts fordern oder ausschließen“, erklärte Bürgermeister Markus Trinkl. „Wichtig ist, dass es am Ende ein stimmiges Gesamtkonzept gibt.“ 

Voraussichtlich im Juli soll dererste Bürgerarbeitskreis stattfinden, bei dem jeder seine Ideen einbringen kann. „Für mich steht fest, dass sich im Konzept eine Metzgerei befinden muss“, erklärte Trinkl. Die zum Gasthaus zur Sonne gehörende Metzgerei führt inzwischen Alexander Hill weiter. Er soll langfristig den Laden betreiben können. 

Außerdem forderte Trinkl „zwingend wieder einen gastronomischen Ansatz.“Zwar gibt es in der Ortsmitte seit kurzem mit der Pizzeria „La Piazza“ wieder ein Restaurant. Aber ein traditioneller, üblicher Stammtischwirt fehlt“, sagte der zweite Bürgermeister Hans Heitmair (CSU). 

Er könnte sich vorstellen, das alte Gebäude abzureißen und einen Neubau zu errichten, in dem auch die Gemeindeverwaltung einziehen wird. „Odelzhausen wird immer größer, irgendwann bekommen wir im alten Rathaus Platzprobleme“, prophezeite er. So konkrete Vorschläge möchte Markus Trinkl noch nicht machen und auch der dritte Bürgermeister Wolfgang Steininger (Freie Wähler) hält sich bedeckt: „Erst einmal sollen Ideen gesammelt werden“, sagt er. Trinkl und Steininger favorisierten ebenfalls klar einen Abriss mit Neubau: „Eine Sanierung ist nahezu ausgeschlossen“, erklärt Steininger. Er wies darauf hin, dass es ansonsten schwierig würde, die Vorgaben der Stellplatzsatzung zu erfüllen. „Aber wir können das nicht als Gemeinde bei anderen einfordern und selbst nicht einhalten“, sagte er. „Das Parkplatzproblem im Zentrum wird nur mit einer ausreichend großen Tiefgarage lösbar sein“, erklärte auch Trinkl.

cla

Quelle: Dachauer Rundschau

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