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In die Höhe statt in den Grünzug bauen

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Auf dem Podium zum Grünzug zwischen Dachau und Karlsfeld (v. l.): Gerhard Haszprunar, Christine Margraf, Thomas Kress, Mechthild Hofner, Stefan Löwl, Marianne Klaffki und Roderich Zauscher. © Foto: Sponder

Dachau/Karlsfeld - Der Kampf ums Moos schien vor drei Jahren nach dem Nein der Karlsfelder zum Gewerbegebiet im Grünzug zwischen Karlsfeld und Dachau gewonnen, sagte Dachaus Umweltreferentin Sabine Geisler.

Doch der Bau der Maschinenhalle im Grünzug hat die Bürgerinitiative (BI) Grünzug Dachau+Karlsfeld alarmiert. „Der Grünzug muss erhalten werden“ lautete das Credo bei einer Informationsveranstaltung der BI zusammen mit dem Bund Naturschutz (BN) Dachau und dem Sachausschuss Ökologie des Diözesanrates mit sieben Rednern auf dem Podium des Pfarrsaals von Heilig Kreuz in Dachaus Sudetenlandstraße.

Löwls Versprechen

Sogar CSU-Landratskandidat Stefan Löwl versprach dies. Allerdings mit den beiden Einschränkungen, dass Sport mit der Aussiedlung des TSV Dachau 1865 sowie von Landwirten mit ihren Betrieben weiterhin möglich sein muss. Löwl sagte zu, auch die befürchteten Umnutzungen von landwirtschaftlichen Hallen in Gewerbebetriebe zu verhindern. Redner BN-Kreisvorsitzender Roderich Zauscher rief dazu auf, sich Löwls Versprechen gut zu merken. Generell brauche man in einer Boomregion wie Dachau und Karlsfeld keine weiteren Gewerbeflächen. Thementisch-Pate Bernhard Sturm und Ludwig Wilhelm (BN) glaubten Löwl, befürchteten jedoch Druck von der CSU auf ihn.

Mit Herz, Hirn und Hand das Ziel verfolgen

Die Dramatik des Klimawandels beleuchtete Christine Margraf vom BN. Nur wenn 60 Prozent der Emissionen in den Industrieländern verringert würden, lasse sich der Temperaturanstieg auf der Welt mit all seinen Wetterkatastrophen noch auf zwei Prozent begrenzen. Gerhard Haszprunar vom Sachausschuss Ökologie forderte, dieses Ziel mit Herz, Hirn und Hand zu verfolgen. Ein Weg ist Laut Grünen-OB-Kandidat Thomas Kreß, in die Höhe statt in den Grünzug zu bauen. Die gesundheitlichen Aspekte des Grünzugs strich Mechthild Hofner (ÖDP) heraus. In Vertretung des SPD-Landratskandidaten Martin Güll setzte sich die SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Marianne Klaffki, für mehr Bürgerbeteiligung in diesen Fragen ein.

srd

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