Informationsveranstaltung zum Thema „Windkraftanlagen“

Windräder im Buchwald bei Welshofen

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400 Interessierte drängten sich am Montag in der Aula der Erdweger Mittelschule, um sich über den Stand der Windkraft-Dinge im Buchwald zu informieren.

Erdweg - Die Schulaula in Erdweg war voll, das Interesse riesengroß.

Nicole Paulin, die Umweltabteilungsleiterin im Landratsamt, und ihr Bauamtskollege Alexander Krug stellten am Montag den Sachstand rund um die geplanten Windräder im Buchwald südlich von Welshofen dar. Die Wind-GmbH von Erdweger Bürgern hat laut Paulin im November einen Antrag zur Errichtung dreier Anlagen gestellt. Etliche Prüfungen sind schon erfolgt, zum Beispiel in Fragen der Luftfahrt. Mit dem Ergebnis, dass zwei der Turbo-Windmühlen um einige Meter verschoben werden müssen, weg von Welshofen, um den militärischen Radaranlagen bei Freising keine Probleme zu bereiten. Der Schallschutz ist dagegen gewährleistet. Die Schattenwurf-Berechnungen haben indes ergeben, dass die gesetzlichen Vorgaben – 30 Stunden im Jahr oder 30 Minuten am Tag – an fünf Punkten überschritten werden, wenn auch nur geringfügig. Daher müssen die Anlagen mit Abschaltvorrichtungen ausgestattet werden.

Bearbeitung von Bauanträgen durch politische Diskussion überlagert

Sofern sie überhaupt gebaut werden. Denn in diesen Tagen wird die sachlich-fachliche Bearbeitung von Bauanträgen durch die Behörden durch die politischen Diskussionen überlagert. Sowohl Paulin als auch Krug betonten daher mehrfach, dass ihr Amt ausschließlich nach der geltenden Gesetzeslage handeln kann. Wenn alle Auflagen erfüllt seien, „dann haben wir keinen Ermessensspielraum“, so Paulin. Im Gegenteil, bei Verzögerungen könnte die Behörde auf Schadensersatz verklagt werden. Auch die Gemeinde kann sich gegen die Planungen nicht wehren, denn die Windräder befinden sich in einer der Konzentrationsflächen, die im gemeinsamen Teilflächennutzungsplan von 14 Kommunen des Landkreises ausgewiesen werden. Erdwegs Rathauschef Reindl wies aber auch daraufhin, dass sich das Ortsparlament in den letzten zwei Jahren immer eindeutig für den Windpark ausgesprochen hat.

Keine Einigung zwischen Gegnern und Befürwörtern

Die anschließende Diskussion machte klar, dass eine Verständigung zwischen den Welshofer Windkraftgegnern und den Befürwortern der alternativen Energietechnologie nicht möglich scheint. Zumindest gegenwärtig nicht. Hans Riepl, Vorstand des Vereins „Unser Buchwald“, unterstellte Paulin im Anschluss gar „Voreingenommenheit“. Zuvor hatte er dem Bürgermeister eine Unterschriftenliste mit 680 Namen überreicht. Nach knapp drei Stunden beendete Reindl den Abend.

kho

Quelle: Dachauer Rundschau

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