Erneuerbare Energien und Bürgerbeteiligung

Gunnar Gantzhorn (links) und Gerd Mulert aus Herrsching (rechts). Foto: srd

Dach

au (srd) „Die Genossenschaft ist ein ganz wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge“, sagte Gunnar Gantzhorn von der Agrokraft bei der Podiumsdiskussion des Bunds Naturschutz (BN), Ortsgruppe Dachau. Auf dem Podium ging es um das Thema „Erneuerbare Energien und Bürgerbeteiligung“. BN-Ortsvorsitzender Peter Heller hatte Vertreter von drei Energie-Genossenschaften eingeladen: Michael Eisenmann von der Bürgerstrom Dachau e.G., Gerd Mulert von der Energie-Genossenschaft Fünfseenland in Herrsching und Gunnar Ganzhorn. Seine Agrokraft gründeten der Bayerischer Bauernverband und der Maschinen- und Betriebshilfsring Rhön-Grabfeld e. V. in Bad Neustadt an der Saale schon vor zehn Jahren. Derzeit so Eisenmann sei die Bürgerstrom Dachau e.G. noch nicht stark genug, ein Windradprojekt anzugehen. Wenn dann sei das nur in Zusammenarbeit mit einer Kommune möglich. Mulert erklärte jedoch: „Wir müssen über die 2- oder 3-Anlagen-Genossenschaft hinauskommen.“ Heller kritisierte, dass die Verantwortlichen in Dachau diese bei der Energiewende nicht in ausreichendem Maße wahrnähmen. Einhellige Meinung auf dem Podium war, es sei zwar hilfreich, wenn Bürgermeister und Kommune die Projekte unterstützten, aber auf sie warten oder gar erwarten, dass sie die Energiewende stemmen, solle man nicht. In kleinen Orten, so Gantzhorn, funktioniere das besser, weil die Leute sich gegenseitig kennen. Daher sei es zum Beispiel in dem 928-Seelen-Ort Großbardorf im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld möglich gewesen, in fünf Jahren 14,830 Millionen Euro für Agrokraft-Projekte zu erneuerbaren Energien (EE) zusammenzubekommen. In großen Orten oder Städten sei das viel schwieriger, so Gantzhorn. Er betonte: „Genossenschaften sind eine gute Kombination aus Profit und Sozialem. Sie sind eine langfristige Anlage und werden vom Genossenschaftsverband überwacht.“

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