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Fachberater unterstützt Krebskranke nun in Dachau

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Psychoonkologin Rita Bernet-Dörrich im Beratungsgespräch mit Kurt Wagenlehner. Was hier noch in München stattfand, soll zukünftig auch in Dachau möglich sein. © Foto: Privat

Dachau - Dank Spenden der Dachauer Sparkasse konnte eine psychosoziale Beratungsstelle für Krebskranke eingerichtet werden. Ziel sind kurze Wege für Betroffene.

„Rund 1500 Krebs-Neuerkrankungen gibt es pro Jahr im Landkreis Dachau“, sagt die Geschäftsführerin der Bayerischen Krebsgesellschaft, Gabriele Brückner, in München. Jeder dritte davon brauche im Laufe der Erkrankung psychosoziale Hilfe. Die gibt es bald auch in Dachau, denn der Weg bis nach München sei für manche Betroffenen recht beschwerlich.

Raum und Berater ab Fühjahr zur Probe

Einen kostenlosen Raum für solch eine Beratungsaußenstelle bietet nun das Amper-Klinikum Dachau. Dass es so weit gekommen ist, verdanke die Bayerische Krebsgesellschaft zum einen der Kooperation des Amper-Klinikums, speziell des Professors und Chefarztes Horst-Günter Rau und zum anderen der Stiftung Soziales der Sparkasse Dachau. Die Bank stellte 10.000 Euro zum Start eines auf zwei Jahre angelegten Pilotprojektes für eine Beratungsstelle bereit. Ab Frühjahr soll ein Berater mit einer psychoonkologischen Ausbildung für vier bis fünf Stunden pro Woche in dieser Beratungsstelle Ratsuchenden zur Verfügung stehen.

Wichtige Beratung nach dem Klinikaufenthalt

Kliniken bieten zwar eine psychosoziale Beratung für ihre stationären Patienten an, jedoch beginnen die Probleme für viele Betroffenen nach der Entlassung. Diese Lücke soll die Beratungsstelle in Dachau schließen. Gerade, wenn Patienten durch ihre Erkrankung tief verunsichert sind, nicht wissen, wie es weitergehen soll, wenn sozialrechtliche Fragen auftauchen oder Probleme am Arbeitsplatz, kann die Beratungsstelle wertvolle Ratschläge geben. Sie kann und will laut Gabriele Brückner nicht das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Krebsselbsthilfegruppe ersetzen.

red

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