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Freie Wähler fordern Freie Wähler heraus

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Osterauer (Mitte) wurde einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten der FW Erdweg nominiert. Es gratulierten die dritte Bürgermeisterin Monika Sedlatschek und FW-Ortsvorsitzender Otmar Parsche. © Leiß

Erdweg - FW Erdweg nominieren Georg Osterauer als Bürgermeisterkandidaten

Die Kommunalwahl im nächsten Jahr wirft ihre Schatten voraus: Vergangene Woche wurde der erste Bürgermeisterkandidat im Landkreis Dachau nominiert. Die Freien Wähler Erdweg (FW) schicken Gemeinderat Georg Osterauer ins Rennen um den Rathaussessel, auf dem mit Michael Reindl seit 32 Jahren bereits ein Freier Wähler sitzt. Ob Reindl am 16. März 2014 noch einmal antritt, ist derzeit unklar. Der Bürgermeister ist seit drei Wochen erkrankt und war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Einstimmig kürten die FW-Mitglieder im Gasthaus Gschwendtner in Eisenhofen Georg Osterauer zum Bürgermeisterkandidaten. Osterauer ist dabei in der Gemeindepolitik kein Unbekannter: Der 57-jährge Gartenplaner sitzt seit 23 Jahren im Gemeinderat und engagiert sich seit fast 30 Jahren im Gartenbauverein. Zudem ist er Mitglied des Pfarrgemeinderats. Osterauer will sich in der Gemeinde insbesondere für „politische Fairness und eine gesunde Streitkultur einsetzen“, wie er in seiner Vorstellungsrede erklärte. Zudem will er ein „konstruktives Verhältnis zur Gemeindeverwaltung“ etablieren. Als Ziele nannte Osterauer außerdem die Ausweisung eines Gewerbegebietes, sowie die Förderung erneuerbarer Energien in der Gemeinde und den Aufbau eines Nahwärmenetzes. Die Nominierung der FW Erdweg gilt als besonders spannend, da sie auch vom FW-Kreisvorsitzenden Josef Baumgartner, selbst Bürgermeister in Schwabhausen, ausdrücklich unterstützt wird, obwohl Michael Reindl FW-Fraktionsvorsitzender im Kreistag ist. „Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun“, erklärte Baumgartner auf der Nominierungsversammlung. FW-Ortsvorsitzender Otmar Parsche machte in seiner Rede deutlich, dass die FW Reindl auf jeden Fall ablösen möchten. „Wir wollen den Wechsel in der Gemeinde“, sagte Parsche und fügte hinzu: „Wir können uns nicht mehr mit dem amtierenden Bürgermeister identifizieren.“ Die Zeiten hätten sich in 30 Jahren geändert, deshalb müsse sich auch das Verhalten des Bürgermeisters ändern, was jedoch nicht der Fall gewesen sei. FW-Kandidat Osterauer wird zur Wahl sicher einen Gegenkandidaten von der CSU bekommen. CSU-Ortsvorsitzende Eva Rehm bestätigte auf Nachfrage, dass die CSU einen eigenen Kandidaten aufstellen werde, der „deutlich jünger sei“. Im Hinblick auf Reindl sagte sie, dass sich der Bürgermeister eine erneute Kandidatur gut überlegen müsse, „denn ich bin ihm 2008 schon gefährlich nahe gekommen.“ Rehm erhielt 2008 fast 47 Prozent der Stimmen.

sel

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