Kunst in Kisten lockt in die Neure Galerie

Mal etwas anderes: Kisten-Kunst

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Kisten-Kunst in der Neuen Galerie in Dachau.

Dachau - Christian Jasper und Jochen Pankrath gestalten die Neue Galerie in Dachau fast komplett um.

Die Neue Galerie ist nicht mehr die selbe. 

Denn die beiden Künstler Christian Jasper und Jochen Pankrath haben mit ihrer aktuellen Ausstellung, die bis 22. März geöffnet ist, aus der Galerie komplett neue Räumlichkeiten gemacht. Auf der linken Seite im Raum steht ein großes, eckiges Podest mit Rückwand, Stuhl und Tresen darauf – alles aus hellem Holz gebaut. Die rechte Galeriewand ist komplett bedeckt von verschieden großen Holzkisten, die selbst eine neue Wand bilden. Zwischen den Transportkisten werden Gemälde oder Skulpturen der Künstler in Szene gesetzt. Unter dem Ausstellungstitel „Tete-à-Tete“, übersetzt Kopf an Kopf, treten die beiden Künstler – die sich vor dieser Zusammenarbeit nicht kannten – in den Dialog. Als gemeinsames Thema fanden der Maler und der Bildhauer schnell das „Haus“. So gilt die Galerie selbst als „Behausung“ für die Kunstwerke. „Jede Kiste aus dem Lager ist wiederum selbst eine den kostbaren Inhalt schützende Behausung“, erklärte Kuratorin Jutta Mannes zu der Holzkisten-Wand die den Titel „Zwischenlösung / Schutzraum“ trägt. 

Die Kisten sind jedoch keineswegs leer. Auf ihnen stehen die Titel, der Arbeiten, die sich darin befinden. „Das Prinzip der schützenden Verpackung durch Sperrholz konsequent fortführend, blieben auch der Tisch, der sonst neben dem Eingang steht, und der Stuhl dahinter nicht davon verschont. Beides verschwand im Shop“, erklärte Mannes auf dem Podest stehend weiter. In ihren Gemälden und Skulpturen spielen die beiden Künstler ein „surreales Spiel“, wie es Mannes nannte. „Sie spielen mit der Kunst und der Wirklichkeit, der Täuschung aber auch der Enttäuschung, dem Sichtbaren und dem Verborgenen, mit Figur, Bild und Abbild“, führte sie aus. Viele der Bilder oder Skulpturen zeigen Hände oder Atelierausschnitte der Künstler selbst. Pankrath malte sich selbst, wie er sich selbst malt oder nannte sein Frauenportrait „Keine Heilige“ – denn es ist schließlich nur ein Abbild. Solche und ähnliche Kniffe oder Anspielungen sind viele zu entdecken. 

„Zwei Wochen waren wir mit dem Aufbau beschäftigt“, verrät Mannes. Kaum eine andere Ausstellung hätte die Galerie und ihre Mitarbeiter so an den Rand ihrer Möglichkeiten gebracht. Doch die Arbeit hat sich gelohnt.

mik

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