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Expertin beim Bund Naturschutz hielt einen Vortrag zum Thema Baumschutzverordnung

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Angela Burkhardt-Keller und Peter Heller bei der Sitzung des Bund Naturschutz.
Angela Burkhardt-Keller und Peter Heller bei der Sitzung des Bund Naturschutz. © pri

Den Beschluss eine Baumschutzverordnung auf den Weg zu bringen, fasste der Umweltausschuss im Dachauer Stadtrat im Mai 2021. Auf ihrer Mitgliederversammlung hat die Ortsgruppe Dachau im BUND Naturschutz (BN) diesen Punkt als Schwerpunktthema gewählt. Ohne Gegenstimme haben sich 85 Prozent der Anwesenden für eine „gute“ Baumschutzverordnung ausgesprochen. 

Als Expertin für Baumschutz im Landesverband des BN hielt Angela Burkhardt-Keller einen Impulsvortrag. „Der Klimawandel wird uns künftig immer weiter zusetzen. Umso wichtiger ist es, die Klimafunktionen von Bäumen zu nutzen und zu schützen. Temperaturunterschiede von bis zu zehn Grad Celsius zur selben Zeit zwischen Innenstadt und Außenraum sprechen eine deutliche Sprache. Bäume sind mit verantwortlich für ein gutes Funktionieren von Kaltluftentstehungsgebieten. Daneben filtern Baume Stäube und Schadstoffe.

Sind große Bäume aber erst einmal gefällt, brauchen Ersatzpflanzungen bis zu 50 Jahre, um dieselbe Wirkung zu erzielen. In Zeiten immer massiver wirkender Hitzeperioden wird das als viel zu lang angesehen. Fachgerechter Gehölzschnitt sei nach wie vor möglich. Es habe sich in der Vergangenheit aber bewährt, nicht zu kleinteilig zu überwachen. Vielmehr solle die VO erst ab einem Stammumfang von 80 cm (gemessen in einem Meter Höhe) greifen. Als „gut“ bezeichneten die BN-Mitglieder eine Baumschutzverordnung, die darüber hinaus auch für die öffentlichen Flächen gelte. Damit soll gezeigt werden, dass die Stadt sich selbst an ihre Vorgaben hält. Die weit überwiegende Mehrheit der BN-Versammlung hat dem zugestimmt.

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