Neue Mittagsbetreuung für Dachau.

Familien- und Sozialausschuss entschied sich für eine Betreuungs-Alternative des ASV

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Leonie freut sich schon auf die „bewegte Mittagsbetreuung“.

Dachau - Die Nachmittage sportlicher gestalten.

Wo können Dachaus Kinder nach der Schule noch betreut werden? Mit diesem Problem hat sich derASV Dachau auseinander gesetzt und der Stadt beim Familien- und Sozialausschuss ein Konzept für eine„bewegte Mittagsbetreuung“ vorgelegt. 

Dennflexible Unterbringung der Schüler nach der Schule wird in Dachau dringend benötigt. Immer mehr Kinder sind auf eine Betreuung angewiesen, weshalb Hortplätze rar werden. Doch diese „echten“ Hortplätze sind teuer und starr in ihrer Buchungsweise. Sie werden oft nicht ausgenutzt, da die Kinder früher als gebucht abgeholt werden. 

Deswegen hat sich der ASV Dachau dazu entschieden, einesportliche Mittagsbetreuung anzubieten, in der immer neu festgelegt werden kann, wann das Kind abgeholt wird. So wären die Ganztagsplätze für die Kinder frei, die sie wirklich brauchen. Im Gegensatz zu einem Hort, wo gebuchte Zeiten eingehalten werden müssen, wären hiernur drei Tage pro Woche zwingend buchbar. Die Eltern könntenfreier entscheiden, wann sie ihre Kinder holen. 

Neben einerbetreuten Hausaufgabenbegleitung beinhaltet das Konzept ein Sportangebot und die Möglichkeit mit Betreuern in die Natur zu gehen oder anderweitig kreativ zu sein. Die Kinder müssten nicht mehr woanders hingefahren werden und können das Angebot des ASV als Entspannungsmöglichkeit nutzen. Dazu kann optional einewarme Mittagsverpflegung gebucht werden. Der ASV kommt den Wünschen vieler Eltern nach, die sich mehr Bewegung für ihre Kinder wünschen. Außerdem erhofft sich Wilhelm eine Verkehrsentlastung der Stadt, durch weniger Elterntaxis. 

Über eine finanzielle Untertsützung der Stadt diskutierten die Stadträte zusammen mit dem ersten Vorsitzenden des ASV Dachau, Andreas Wilhelm unter Leitung des zweiten Bürgermeisters Kai Kühnel und dem Leiter des Amtes für Soziales, Kinderbetreuung, Jugend und Sport, Max Haberl. Die CSU-Fraktion, unter anderem vertreten von Elisabeth Zimmermann, zeigte das Problem der Definition von Mittagbetreuung und Hort auf, dass unter diesen Gesichtspunkten, mehr Fachkräfte zu Verfügung stehen müssten und dass das Angebot der Betreuung eine halbe Stunde länger gehen müsste als bisher angepeilt. Es war nicht jedem klar, wie die Gelder verteilt werden und wie die Summe einer Bezuschussung von 15.000 Euro pro Gruppe (in diesem Fall zwei mit mindestens zwölf Schülern) errechnet werden. 

Nachdem Haberl die Defizitzahlen anderer Betreuungsstätten vorgelesen hatte, waren sich Bürgermeister Kühnel und Wilhelm sicher, dass das ASV Angebot, verglichen mit den anderen eine günstige Variante wäre. Die Bedingungen für eine Zustimmung der Bezuschussung waren: sämtliche Daten und Anmeldezahlen müssen in einem halben Jahr vorgelegt werden, um zu beurteilen, ob das Angebot von den Eltern genutzt wird. 2020 soll dann darüber gesprochen werden, ob die ASV Mittagsbetreuung mehr als eine Übergangslösung für ein Jahr wird. Dem stimmten Wilhelm, und auch die anderen Fraktionen zu.

ste

Quelle: Dachauer Rundschau

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