Familien- und Sozialausschuss des Dachauer Stadtrats

Kitaplätze ab Herbst 15 Euro teurer

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Die Betreuung der Kinder lässt sich die Stadt viel Geld kosten: Damit die Kinder in den städtischen Tagesstätten wie hier in der Fünfkirchnerstraße in Dachau-Ost unbeschwert spielen können, übernimmt sie pro Kind ein Defizit von 2680 Euro.

Dachau - Der Familienausschuss beschloss Erhöhung für städtische Einrichtungen

Um 15 Euro pro Monat und Kind werden die städtischen Dachauer Kindertagesstätten (Kita) voraussichtlich ab September dieses Jahres teurer. Das beschloss der Dachauer Familien- und Sozialausschuss des Stadtrats in seiner jüngsten Sitzung gegen die Stimme von Luise Krispenz (Bündnis 90 / Die Grünen). „Ich bin mit der gleichmäßigen Erhöhung für alle nicht glücklich. Deshalb sollten wir uns noch einmal über einkommensgestaffelte Gebühren unterhalten“, betonte Krispenz. Familienreferentin Elisabeth Zimmermann (CSU) sagte: „Die Elternbeiträge liegen weit unter denen anderer Kommunen im Münchner Raum.“ Deshalb schlug sie die 15 Euro Erhöhung vor. Die Beiträge blieben in den Kindergärten seit 2006 und in den Horten seit 2009 stabil. Zimmermann: „Ab September steigt der staatliche Zuschuss für Vorschulkinder von 50 auf 100 Euro. Somit falle die Erhöhung in Dachau gar nicht ins Gewicht.“ Christa Keimerl (SPD) erklärte, ihre Partei sei zwar grundsätzlich für kostenfreie Bildung vom Kindergarten bis zu Studium oder Meisterschulen. Dennoch könne ihre Fraktion die moderate Erhöhung mittragen. Bedürftige Eltern brauchten die Gebühren für die Kitas ohnehin nicht bezahlen. Aber für Eltern, die knapp über der Einkommensgrenze lägen, sei das ein Härtefall. Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) hatte hier auch kein Patentrezept. Aber kostenlose Kitas könnten sich die Kommunen nicht leisten. „Das muss dann schon der Staat bezahlen. Das Defizit pro Platz beträgt jetzt schon 2680 Euro.“ Alfred Stelzer (FDP) meinte: „Angesichts dieses Defizits braucht die Stadt die höheren Gebühren.“ Reiner Rösch (Überparteiliche Bürgergemeinschaft – ÜB) setzte sich ebenfalls für die 15 Euro teureren Elterngebühren ein und regte an, in Zukunft alle zwei Jahre eine Anpassung vorzunehmen. Darauf der OB: „Dann müsste das eine Fraktion beantragen. Aber das war in der Vergangenheit auch nicht der Fall.“ Vor der Erhöhung müssen noch die Elternbeiräte gehört werden.

srd

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