Krebsberatung

Krebsberatung ist endlich vor Ort

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Arthur Fischer, Horst-Günter Rau, Stefan Löwl, Margot Fuhrmann, Gabriele Brückner, Günter Schlimok Christoph Engelbrecht und Nicole Schinwald (von links) präsentierten die „Stiftung Dachau gegen Krebs“.

Dachau - Für die psychosoziale Beratung krebskranker Menschen gründete die Bayerische Krebsgesellschaft in Dachau eine Förderstiftung.

Die Außensprechstunde der Psychosozialen Krebsberatungsstelle München am Helios Amper-Klinikum Dachau existiert seit 2014. Das Angebot war als Pilotprojekt auf zwei Jahre angelegt. Der Erfolg dieser medizinischen Dienstleistung ist offensichtlich: von Januar bis September 2016 hatte Sozialpädagogin und Psychoonkologin Margot Fuhrmann, 1.682 Beratungskontakte. Daher beschloss die Bayerische Krebsgesellschaft, unter dem Dach der Stiftergemeinschaft der Sparkasse die neue „Stiftung Dachau gegen Krebs“ zu gründen.

Sprechstunde für Patienten und deren Familien

Gabriele Brückner, Geschäftsführerin der Bayerischen Krebsgesellschaft, betonte, dass Patienten aus Dachau jetzt nicht mehr auf Termine außerhalb warten müssten, um eine psychoonkologische Beratung zu erhalten. Durch mögliche Hausbesuche sowie die Beratung direkt in Dachau könnten sie sich besser auf ihre Krankheitsbewältigung konzentrieren. Günter Schlimok, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschft, sagte: „Die Versorgung der Tumorpatienten ist ein Dilemma. Patienten bekommen die notwendige medizinische Therapie, bleiben aber mit psychischen Problemen und Fragen allein. Krebskranke Menschen wissen beispielsweise oft nicht, wie sie ihren Kindern die Nachricht über ihre Erkrankung vermitteln sollen oder wie es mit ihrer Arbeit weiter geht.“ Fuhrmann fügte hinzu: „Angehörige fühlen sich oft hilflos und wissen nicht, wie sie ihr krankes Familienmitglied unterstützen können. Deswegen bieten wir in der Außensprechstunde nicht nur die psychosoziale Beratung für Tumorpatienten, sondern auch für ihre Familien an.“

Stiftung hofft zukünftig auf Spenden

Das Stiftungskapital beträgt 10.000 Euro, 5.000 davon kommen von der Sparkasse Dachau, 5.000 von der Bayerischen Krebsgesellschaft. Das Landratsamt stellte der Stiftung 25.000 Euro zur Verfügung. Das Helios Amper-Klinikum Dachau und das Medizinische Versorgungszentrum zahlen in den nächsten drei Jahren jeweils 10.000 Euro jährlich. Zukünftig hofft die Stiftungsverwaltung auf weitere Spenden.

dar

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