250 Gäste beim CSU-Neujahresempfang mit Staatsminister Schneider in Haimhausen - Für weitere Nutzung der Kernenergie

Bernhard Seidenath (links), Staatsminister Siegfried Schneider, Peter Felbermeier, Josef Mederer und Hansjörg Christmann. Fotos: Kramer

Haim

hausen (kho) Die CSU rief und rund 250 Gäste kamen. Der traditionelle CSU-Neujahrsempfang im Haimhauser Schloss war auch ein gesellschaftliches Ereignis, wobei die politischen Botschaften natürlich im Vordergrund standen. Das lag auch am Ehrengast, Staatskanzleichef und Staatsminister Siegfried Schneider, der in seiner Rede zu fast allen aktuellen Themen Stellung bezog. Den Spielraum nutzte Bernhard Seidenath, der in seiner Begrüßung den großen Bogen bei den Zukunftsfragen schlug: von den Problemen in den sozialen Sicherungssystemen, zu den demographischen Veränderungen, vom Klimawandel bis zur Bedrohung der Demokratie durch Extremismus und Indifferenz. „Er hat mir sehr gut gefallen,“ urteilte eine Dame aus Röhrmoos hinterher und das fand offensichtlich auch Siegfried Schneider. Er sprach in seiner Rede Seidenath ausdrücklich seine Anerkennung aus: „Du bist nahtlos in Blasi Thätters Fußstapfen getreten – und die sind nicht nur groß, sondern auch schwer.“ Doch tat sich in den Positionen Seidenaths und Schneiders auch ein bemerkenswerter Unterschied auf: Seidenath sprach sich klar für die Erneuerbaren Energien aus und hielt dabei fest: „Mit der Atomkraft ist kein Staat zu machen.“ Schneider betonte zwar auch das Engagement der Staatsregierung in Sachen regenerativer Energiequellen, führte dann aber aus: „Wer vierzig Prozent erneuerbare Energien will, muss auch sagen, wo die restlichen sechzig Prozent herkommen.“ Daher sei die Entscheidung der Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke richtig gewesen: „Für einen Übergangszeitraum“. Seidenath empfahl sich mit seiner pointierten Rede für weitere Funktionen. Außer Christmann und Thätter war auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer vor Ort, dazu der ehemalige Sozialminister Franz Neubauer sowie die stellvertretende Landrätin Eva Rehm, Karlsfelds Bürgermeister Stefan Kolbe und natürlich der Haimhauser Bürgermeister Peter Felbermeier, der in seinem Grußwort die überparteiliche Zusammenarbeit in seiner Gemeinde hervorhob. Dazu passte, dass auch einige Amtsinhaber aus anderen Lagern anwesend waren wie Heinz Eichinger (SPD). Doch fehlte zum Beispiel fast die gesamte Dachauer Politprominenz, angefangen beim Oberbürgermeister Peter Bürgel und seiner Stellvertreterin Gertrud Schmidt-Podolsky. „Pit Bürgel wird wohl einen anderen Termin wahrnehmen“, vermutete Felbermeier. Der Landkreis-CSU steht ein interessantes Jahr ins Haus.

Meistgelesen

Eine Nacht, eine Stadt, 13 Bands
Dachau
Eine Nacht, eine Stadt, 13 Bands
Eine Nacht, eine Stadt, 13 Bands
Übungsleiterpauschale steigt
Dachau
Übungsleiterpauschale steigt
Übungsleiterpauschale steigt
Bauausschuss spendierte 3,1 Millionen Euro
Bauausschuss spendierte 3,1 Millionen Euro
Über das Himmelreich zur GADA
Dachau
Über das Himmelreich zur GADA
Über das Himmelreich zur GADA

Kommentare