Redoute

Mit Reifrock, Frack und Zylinder zum Ball

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Dachau - Festliche Gewänder früherer Zeiten zu präsentieren, egal ob Biedermeierkleid, alte Dachauer Tracht oder Frack und Zylinder sowie nach Tanz- und Tafelmusik zu tanzen, das macht den Charme der Dachauer Redoute aus. Volkstänze wie Polka, Zwiefacher, Galopp oder die legendäre Münchner Francaise ließen am letzten Samstag im Renaissancesaal des Dachauer Schlosses eine längst vergangene Zeit wieder aufleben. .

240 Gäste, gerade so viel passen auf die Tanzfläche, besuchten die achte Redoute. Die von Martin Off künstlerisch gestalteten Eintrittskarten waren innerhalb von dreißig Minuten ausverkauft. Nachdem Kreisheimatpflegerin Brigitta Unger-Richter mit Stadtrat Claus Weber den Festabend eröffnet hatte, übernahm Tanzmeister Erich Müller die Regie des Balls. „Rechts rum, links rum und rundumadum, vis á vis und ein Kompliment“, so dirigierte er die Gäste bei der Festpolonaise durch den Renaissancesaal. Auch Oberbürgermeister Florian Hartmann, gekleidet im Bürgermeistergewand um 1900 und seine Verlobte Julia Märkl in rot-weißem Rüschenkleid mit Hut aus Tüll und Spitzen, tanzten eifrig mit. Die Schirmherren, Hartmann und der stellvertretende Landrat Edgar Forster begrüßten in der ersten Tanzpause die Gäste. Hartmann zitierte den Schriftsteller Carl Ludwig Schleich: „Der Tanz ist die Wiege des Kusses“, und mahnte: „Seid Euch bewusst und achtet darauf, mit wem ihr tanzt.“ Karl Edelmann und sein Salonorchester zeigten sich in Hochform und offensichtlich ging ihre Musik ins Blut. Nach der dritten „Tour“ und dem schweißtreibenden Galopp „Nicht nachlassen“ kündigte Müller die Auftritte von Sopranistin Anna-Maria Bogner und Tenor Thorsten Frisch an, die mit Operettenklassikern ihr Publikum verzauberten. Höhepunkt des Balles war die Münchner Francaise mit der Fledermaus-Quadrille. 35 Paare hatten sich im Vorfeld zum Francaise-Übungsabend angemeldet. Es schien aber, dass viele Gäste die Francaise ohne Übung beherrschten, denn von allen Seiten stürmten sie auf das Tanzparkett. Bei der Fledermausquadrille kam der Tipp: „Und wenn die Herren an Schmalz habn, lassen’s die Damen beim Karussell aufsitzen.“ Zur Stärkung gab es ab Mitternacht Weißwürste. Der Abend im Dachauer Schloss nahm gegen zwei Uhr mit dem Wiener Walzer „An der schönen blauen Donau“ ein Ende.

roc

Quelle: Dachauer Rundschau

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