MD-Gelände

Museumsforum – einmalige Gelegenheit für Dachau

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Auf dem MD-Gelände soll ein Museumsforum entstehen.

Dachau - Ein Museumszentrum, das die Gemäldegalerie, das Bezirksmuseum und ein neues Arbeiter- und Industriekulturmuseum vereinigt, soll auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik entstehen.

„Eine einmalige Chance“ für Dachau und eine innovative Art der Museumsentwicklung sahen darin die Mitglieder des etwas außergewöhnlichen Kulturausschusses. Außergewöhnlich, zum einen formal, da drei Gremien: der Bezirk von Oberbayern, der Landkreis und die Stadt Dachau zum ersten Mal gemeinsam tagten, zum anderen inhaltlich, da ein besonderes Projekt an der Tagesordnung stand. Ein Museumsforum, das gemeinsam von den drei Beteiligten ins Leben gerufen wird, stand auf der Tagesordnung.

Menschen stehen im Mittelpunkt

Im Fokus des neuen Museums soll nicht die Technik, sondern der Mensch stehen, die Arbeits- und Lebensbedingungen vom 18. Jahrhundert bis heute. Im Spannungsfeld zwischen der Landschaft des Dachauer Mooses, der Industrialisierung und der Kunst präsentiert ein dynamisches Museum die Gesellschaft im Wandel. Das Besondere dabei: Es soll ein Mitmachmuseum werden – mit Demokratiewerkstatt, Denkfabrik sowie einem Raum für Bürgerbeteiligung und Mitbestimmung. Dementsprechend besonders soll auch das Ambiente sein: die historische Papierhalle in dem denkmalgeschützten Gebäude. Die industrielle Architektur wird somit als Kulisse und gleichzeitig als Exponat verwendet. Außer der Papierhalle sind noch zwei Neubauten für das Museum geplant, in denen Sonderaustellungen, ein Restaurant, ein Museumsgeschäft und die Verwaltung ihren Platz finden.

24 Millionen Euro für das Projekt

Laut der Machbarkeitsstudie würde das Projekt rund 24 Millionen Euro kosten. Die laufenden Betriebs- ausgaben lägen bei 2,2 Millionen Euro. Dafür sollte das neue Museumszentrum nach Berechnungen der Planer bis zu 1,2 Millionen Euro Einnahmen jährlich generieren und etwa 100.000 Besucher anziehen. Oberbürgermeister Florian Hartmann bemerkte, dass die Kosten auf den ersten Blick sehr hoch seien. Wenn man jedoch bedenke, dass sie durch drei Träger geteilt würden, blieben die Ausgaben der Stadt im „schlechtesten Fall“ unverändert. Andernfalls würde sie sogar gewinnen und hätte zusätzlich ein weiteres Museum. Profitieren würden dann auch der Bezirk sowie der Landkreis. Beide sahen nämlich eine „fast schon historische“ Chance in der Verwirklichung des neuen Museumsprojektes, dessen Initiator Bezirkstagspräsident Josef Mederer war. Er verkündete in der Sitzung auch, dass der Eigentümer des Areals grundsätzliches zustimme. Die Bedingungen seien jedoch noch zu klären.

yug

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