Räume der Bereitschaftspolizei sollen Seminarräume werden

Gedenkstätte will sich vergrößern

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Besuchten die Gedenkstätte (von links): Landrat Stefan Löwl, CSU-Ortsvorsitzender Tobias Stephan, Katrin Staffler, Stiftungsdirektor Karl Freller, Gabriele Hammermann, Gedenkstättenleiterin, Bernhard Seidenath und Peter Strauch.

Dachau - Räume der Bereitschaftspolizei sollen Seminarräume werden

Das Konzentrationslager Dachau war der Prototyp des Lagersystems der Nationalsozialisten und bestand über die gesamte Dauer der NS-Schreckensherrschaft. Heute ist die KZ-Gedenkstätte Dachau ein international bekannter und anerkannter Gedenk- und Erinnerungsort, von dem nachdrücklich die Botschaft des ‚Nie wieder‘ ausgeht. 

„Um diesem Anspruch gerecht zu bleiben und diese Botschaft verstärkt zu senden, bedarf es Investitionen. Wenn die Zeitzeugen aus Fleisch und Blut einmal nicht mehr sein werden, werden die Zeitzeugen aus Stein umso wichtiger“, erklärten MdB Katrin Staffler, MdL Bernhard Seidenath, Landrat Stefan Löwl, Stadtrat Peter Strauch und CSU-Ortsvorsitzender Tobias Stephan. Zusammen mit dem Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, I. Landtagsvizepräsidenten Karl Freller, und der Leiterin der KZ-Gedenkstätte, Gabriele Hammermann, hatten sich die Mandatsträger vor wenigen Tagen vor Ort ein Bild gemacht. Seidenath und Staffler, hatten den Besuch mit Karl Freller vereinbart. „Rund eine Million Menschen besuchen Jahr für Jahr die KZ-Gedenkstätte Dachau. Nur Schloss Neuschwanstein und das Deutsche Museum in München haben in Bayern mehr Besucher. 

Dies ist Anspruch und Verpflichtung zugleich, in pädagogisch wertvoller Weise Informationen über den Tabubruch zu liefern, der sich hier ereignet hat“, betonte Staffler. „Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, braucht die Gedenkstätte zusätzliche Seminarräume. Hierzu sollten Gebäude, die bisher von der Bayerischen Bereitschaftspolizei genutzt werden und an die Gedenkstätte angrenzen, in diese einbezogen werden. Die nachgebauten Baracken sind schon deutlich in die Jahre gekommen. Auch das Areal des Kräutergartens muss mittel- bis langfristig für die pädagogische Arbeit nutzbar gemacht werden. Wir brauchen ein tragfähiges Zukunftskonzept und müssen dieses dann Schritt für Schritt umsetzen. Alles in allem sprechen wir hier von einem Investitionsbedarf in dreistelliger Millionenhöhe“, erklärte Seidenath.

red

Quelle: Dachauer Rundschau

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