„Stilles Gedenken - lautstark gegen Demokratiegegner“

Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau

CID-Vizepräsident Abba Naor
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76. Gedenktag zur KZ-Befreiung - Redner Abba Naor, stv. CID-Leiter KG0A1147a DR.jpg
76. Gedenktag zur KZ-Befreiung - Kranzniederlegung
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76. Gedenktag zur KZ-Befreiung - Kranzniederlegung Herrmann, Aigner, Naor KG0A1107a DR.jpg
Christoph Thonfeld, stv. Gedenkstätten-Leiter
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76. Gedenktag zur KZ-Befreiung - Redner Christoph Thonfeld, stv. Gedenkstätten-Leiter KG0A1140a DR.jpg
 Christoph Thonfeld, Ilse Aigner, Abba Naor und Karl Freller.
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76. Gedenktag zur KZ-Befreiung - Redner Joachim Herrmann, Innenminister KG0A1177a DR.jpg
Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag der Befreiung des KZ Dachau
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76. Gedenktag zur KZ-Befreiung - Redner Karl Freller KG0A1121a DR.jpg
 Ilse Aigner
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76. Gedenktag zur KZ-Befreiung - Rednerin Ilse Aigner, Landtagspräsidentin KG0A1163a DR.jpg
Fast 80 Kränze lagen am internationalen Mahnmal auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau
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76. Gedenktag zur KZ-Befreiung - stilles Gedenken KG0A1091a DR.jpg

Den Auftakt machte ein stilles Gedenken vor dem internationalen Mahnmal auf dem ehemaligen Appellplatz des Geländes der KZ-Gedenkstätte in Dachau.

Auch beim 76. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers (KZ) Dachau durch amerikanische Truppen am 29. April 1945 war heuer zum zweiten Mal Pandemie-bedingt nur ein stark verkleinertes Gedenk-Programm unter Ausschluss der Öffentlichkeit möglich.

Dazu waren eigens Abba Naor (93) als Vizepräsident des Comité International de Dachau (CID) aus Israel, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann in Vertretung von Ministerpräsident Markus Söder, Landtagsvizepräsident und Direktor der Stiftung Bayerischer Denkstätten Karl Freller (alle CSU) gekommen.

Anschließend hielten sie alle zusammen mit Christoph Thonfeld in Vertretung der erkrankten Gedenkstättenleiterin Gabriele Hammermann kurze Ansprachen.

Das KZ Dachau sei ein „Symbol der Unmenschlichkeit“ gewesen, betonte der Innenminister: „Hier gedenken wir in Stille, aber wir beziehen lautstark Stellung gegen alle Gegner der freiheitlich demokratischen Grundordnung“, sagte er. Ins gleiche Horn stieß Landtagspräsidentin Aigner: „Wer auf Entmenschlichung setzt, hat in der Demokratie keinen Platz.“ Deshalb gelte es zu vermitteln, warum Menschen so etwas Menschen antaten. Als einer der letzten überlebenden Zeitzeugen habe Abba Naor tausende von Schülern bei seinen Besuchen in den Schulen aus erster Hand informiert.

Naor zitierte aus einem der vielen Briefe bayerischer Schüler, die ihm für diese Aufklärungsarbeit gedankt hatten. Diese Schüler hätten mehr Einfühlungsvermögen für die Schrecken der Shoa bewiesen als manche Erwachsene: „Bayern, Ihr dürft stolz auf Eure Schüler sein.“ Wie wichtig es sei, die Nachkommen ins Gedenken einzubeziehen, hatte auch Karl Freller betont. Neben dieser Präsenzveranstaltung nur vor Journalisten gab es bis zum 2. Mai noch etliche rein digitale Gedenkveranstaltungen.

Rubriklistenbild: © Sponder

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